Gemeinsam ist man stark

Hessisch Lichtenau. "Jede Reise beginnt mit einem Schritt", wie es ein Sprichwort ausdrückt. In Lichtenau wurde nun eine Partnerschaft auf

Hessisch Lichtenau. "Jede Reise beginnt mit einem Schritt", wie es ein Sprichwort ausdrückt. In Lichtenau wurde nun eine Partnerschaft auf den Weg gebracht, die zumnindestens für die Beteiligten lebensverändernd sein wird.

Die Kooperation zwischen Schulen und "gemeinsam stark e.V." soll Jugendlichen mit Problemen helfen, wieder auf den richtigen Pfad zu kommen. Sogenannte Paten sollen den Schülern helfen, selbstbewusster zu werden. Wie die Patenschaft abläuft, das bestimmen die Beteiligten. Auch die Arche aus Lichtenau unterstützt dieses Projekt.

"Es gibt keine Prototypenpatenschaft, jede läuft individuell ab, da jeder Mensch anders ist und daran muss man sich anpassen", erklärte Jochen Bulawski, Vorsitzender von gemeinsam stark e.V. am Montag bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertages mit der Freiherr-vom-Stein-Schule sowie der Grundschule in Hessisch Lichtenau.

"Die Paten der Schüler sollen keine Rolle wie ein Lehrer oder eine Hausaufgabenhilfe erfüllen. Sie sollen sich mit den Schülern und deren Problemen befassen, die sie haben, um ihnen bei der Selbstwahrnehmung, Sprach-, Lern- und Sozialkompetenzen weiterzuhelfen", so Bulawski weiter.

Wie lang so eine Patenschaft dauert, das ist nicht festgelegt. Sie sollen solange dauern wie sie notwendig oder gewünscht sind. Maximal jedoch bis zum Eintritt in das Berufsleben.

Lehrer haben die Übersicht

Welche Schüler Hilfe benötigen, das wissen am ehesten die Lehrer in den Schulen. Ob ein Schüler starke Probleme hat soziale Kontakte aufzubauen oder häufig Probleme verursacht etc., das bekommen die Lehrkräfte am ehesten mit. Diese sollen dann als Vermittler zwischen Verein und Eltern des Kindes dienen. Ob es zu einer Patenschaft kommt, das bleibt den Familien letztlich selbst überlassen. Selbstverständlich kann eine Person auch mehrere Patenschaften übernehmen. Im Augenblick bestehen bereits zehn.

"Bisher waren auch die Reaktionen der Angesprochenen bzw. deren Familien durchweg positiv und man war sogar froh, dass man ein solches Hilfsangebot bekommen hat", erklärt die Grundschulleiterin Stefanie Baierl.

Bei der Unterzeichnung war auch Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke mit dabei. Der wollte sich von dem Projekt selbst überzeugen. "Es sind nicht immer die Projekte wichtig, für die große Summen gespendet werden. Vielmehr muss man gerade solche Projekte beachten, die sich mit den kleinen Problemen beschäftigen und so einen großen Beitrag der gesellschaftlichen Verantwortung übernehmen", erklärte der Regierungspräsident.

Lübcke selbst sieht sich eher als eine Art Moderator an, der versucht Helfer und Förderer zusammenzubringen. Er hofft, dass gerade dieses Projekt Schule macht, da es weniger auf finanzielle Unterstützung, als auf das Menschliche Miteinander setzt, um Probleme zu bewältigen.

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