Germeröder warfen alles in die Waagschale

Des Pfarrers 102 Kilogramm Lebengewicht reichten nicht aus. Jan-Peter Schulze verlor seine Wette und gewann doch - zum Wohle der Kirche. Fotos: Winter
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Des Pfarrers 102 Kilogramm Lebengewicht reichten nicht aus. Jan-Peter Schulze verlor seine Wette und gewann doch - zum Wohle der Kirche. Fotos: Winter

Germerode. Die Klosterkirche Germerode platzte heute Nachmittag aus allen Nähten. Und das nicht nicht nur, weil"Tag des offenen Denkmals" i

Germerode. Die Klosterkirche Germerode platzte heute Nachmittag aus allen Nähten. Und das nicht nicht nur, weil

"Tag des offenen Denkmals" ist, sondern vor allem, weil heute die Wette zwischen Pfarrer Jan-Peter Schulze und Ortsvorsteherin Ulrike Zindel eingelöst wurde. Pfarrer Schulze hatte Zindel vor einigen Wochen folgende Wette angeboten: "Ich wette, dass Ulrike Zindel es nicht schafft, so viele Kleingeldspender zu aktivieren, dass mein Gewicht in Kleingeld aufgewogen wird." Zindel zögerte nicht eine Sekunde und ging die Wette ein.

Heute dann der mit Spannung erwartete Tag, an dem die Germeröder ihr Kleingeld in die Waagschale warfen um ihren 102 Kilogramm schweren Pfarrer quasi in die Luft gehen zu lassen. Und das ging Jan-Peter Schulze auch, in zweierlei Hinsicht. Erstens, da seine Mitbürger rund 150 Kilogramm Kleingeld zusammenbrachten und ihn damit zum "Leichtgewicht" degradierten, zweitens, da das Geld der Renovierung der Klosterkirche zugute kommt.

"Das ist ein super Ergebnis, auf das ich natürlich gehofft habe, schließlich profitiert unsere Kirche davon", so Schulze,

nachdem er die "Waage" verlassen hatte. Er spendet als Wettverlierer jetzt 250 Euro aus eigener Tasche und legt auf jede gespendete Ein- und Zwei-Euro-Münze zehn bzw. 20 Cent drauf.

Die Germeröder hatten in den vergangenen Wochen eifrig Kleingeld gespart. 70 Sparschweine stellte die Sparkasse zur Verfügung, die heute mit einem Zählautomat vor Ort war. "Den genauen Betrag werden wir morgen wissen", sagt Andreas Wagner, Geschäftsstellenleiter in Abterode.

Ein Sparer hatte sich besonders ins Zeug gelegt: Harald Zindel steuerte satte 26 Kilogramm Kleingeld bei. "Wir bringen das Geld nicht in die Schweiz, sondern in unsere Kirche", sagte er schmunzelnd. Im halben Kreis habe er und seine Helfer die Centmünzen zusammen getragen.

Die Germeröder haben heute im wahrsten Sinne des Wortes alles in die Waagschale geworfen.

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