Und die Gewinner sind... - Kreis verlieh heute Umweltschutzpreis 2012 im Rathaus Witzenhausen

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Werra-Meißner. Per Video, E-Mail, DVD oder einem anderen Datenträger haben sie sich beworben und gestern im Witzenhäuser Rathaussal ernteten die engagierten Naturschützer die Früchte ihrer Arbeit.Die Adam-von-Trott-Schule in Sontra erhielten den dritten Preis in Höhe von 200 Euro für ihre Waldprojekte, den zweiten Preis, dotiert mit einem Preisgeld in Höhe von je 300  Euro, erhielten die Jugendfeuerwehr Orferode mit den Aktivitäten zum Fledermausschutz und Hubert Hering wegen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit für das Jugendwaldheim Meißner. Die zwei ersten Preise in Höhe von je 500 Euro erhalten in diesem Jahr die Ökologische Gruppe Gertenbach für die sieben aktuellen Projekte im Bereich Biotoppflege, Artenschutz und Öffentlichkeitsarbeit sowie Emil Wiedmann, an diesem Tag vertreten von Sonja Hummel, mit der Bewerbung urbane Landwirtschaft, die essbare Stadt Witzenhausen.

Würdingung ihres 30-jährigen Engagements

Die ökologische Gruppe Gertenbach feiert in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Die sieben aktuellen Projekte mit denen sie sich beworben haben, wären laut der Jury jeweils bereits als Einzelbewerbungen preiswürdig. Die Projekte können zusammenfassend in Biotoppflege und -entwicklung (Ersatzlaichgewässer, Baumpflanzungen), Artenschutzmaßnahmen (Bewachung Uhubrutplatz) sowie Öffentlichkeitsarbeit (Ökologischer Rundwanderweg Gertenbach, Anbringen von Nisthilfen an der Grundschule Lindenhof) eingeteilt werden.Als "Sprachrohr" aller essbaren Gewächse

"Die Gärten um uns sollen sich ausbreiten" – mit diesem Tenor ging Emil Wiedmann (Transition Town Witzenhausen) in die Vergabe des Umweltschutzpreises im Jahr 2012. Die Bewerbung verstehe sich als "Sprachrohr" aller essbaren Gewächse und im Fokus stelle sich die urbane Landwirtschaft dar. "Die Menschen sollen motiviert werden, überall essbares anzupflanzen. Essen soll da produziert werden, wo es gebraucht wird, so spart man Transporte und Monokulturen", erläuterte Hummel. Aktuelle Projekte gibt es bereits am Bahnhof in Witzenhausen und weitere, wie zum Beispiel einen Gemüseturm am Schwanenteich oder Aktionen gegen , sind geplant.

Anerkennungspreise

Insgesamt gingen elf Bewerbungen beim Kreisausschuss des Werra-Meißner-Kreises ein. Die Anerkennungspreise in Form von Sachgeschenken im Wert von zirka 50 Euro übergab der Umweltdezernent des Werra-Meißner-Kreises, Dr. Rainer Wallmann, an die Berufliche Schulen Eschwege (BG 13, Technik) für den Bau eines Windrades, an den Imkerverein Bad Sooden Allendorf für die Entwicklung einer Bienenweide an den Bruchteichen, an den Heimatverein Datterode für das Anlegen einer Streuobstwiese, an den Jagdverein Hubertus Eschwege für die Unterstützung des Projektes "Grünes Band – Werratal", an den Lüderbacher Förderverein für das DGH-Energiekonzept und die Müllsammelaktion sowie an Silvia Hable für den Mehrgenerationen- und Gemeinschaftsgarten am Johannisberg in Witzenhausen.Erstmalig dabei

Wallmann, ebenfalls Erster Kreisbeigeordneter, freute sich das erste Mal Mitglied der sechsköpfigen Jury sein zu dürfen, die über die Vergabe des Umweltpreises mit zu entscheiden hat: "Ich bin beeindruckt was es für tolle und facettenreiche Projekt es im Kreis bereits gibt. Aber die Vergabe des Preises soll auch motivieren."Dieser Meinung war auch Landrat Stefan Reuß und unterstrich in seiner Dankesrede: "Wir möchten mit diesem Preis kleinere oder auch größere Projekte anstoßen. Natürlich ist die Verleihung als Anerkennung für die viele ehrenamtliche Arbeit im Umwelt- und Naturschutz zu verstehen. Ein kleiner finanzieller Anreiz darf dabei natürlich auch nicht fehlen."Erstmalig einigte sich die Jury anhand einer Punktetabelle über den Vergabevorschlag für den Kreisausschuss.Während sich der Bewerberkreis früher hauptsächlich aus Vereinen und Verbänden mit floristischen oder faunistischen Arbeiten zusammensetzte, dominieren in den letzten Jahren Schulen und Kindergärten den Bewerberkreis. Darüber freut sich Dezernent Dr. Wallmann besonders: "Gerade die Mischung der verschiedenen Bewerber macht den Reiz dieses Wettbewerbs aus."

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