„Größter anzunehmender Finanzierungsunfall“

Eschwege. Die Eschweger Stadtverordneten hatten am Donnerstag über zusätzliche Kosten in Höhe von 430.000 Euro für die Stadthalle abzustimmen. Bei

Eschwege. Die Eschweger Stadtverordneten hatten am Donnerstag über zusätzliche Kosten in Höhe von 430.000 Euro für die Stadthalle abzustimmen. Bei vier Gegenstimmen der Grünen-Abgeordneten und einer Enthaltung der FWG wurde die Summe bewilligt.

Das Geld wird unter anderem benötigt für die Anbindung der Hoteletage und Aufträge, die mehr kosten als ursprünglich kalkuliert.

Allerdings kommen noch weitere Kosten auf die Stadt zu. Von nochmals 500.000 Euro ist die Rede – für Bestuhlung und Hotel. Bürgermeister Heppe machte aber auch deutlich, dass sich die neuen Betreiber der Stadthalle, das Ehepaar Melanie und Stefan Benning (vorher Bürgerhaus Sontra), maßgeblich an den Investitionen in die Ausstattung beteiligen würden. Eine Summe nannte Heppe nicht.

Im Vorfeld machte FWG-Angeordnete Patricia Hölzel deutlich, dass die Stadtverordneten ja gar keine andere Wahl hätten, als die 430.000 Euro zu bewilligen.

Für CDU-Chef Stefan Schneider stand fest: "Die Mehrkosten sind seit März bekannt, auch die Zusatzkosten für die Bestuhlung ." Man habe jetzt 90 Prozent geschafft bei der Stadthalle, jetzt müsse man gemeinsam die restlichen zehn auch noch stemmen.

Ganz und gar nicht einverstanden mit den Mehrkosten waren die Grünen. Armin Jung sagte: "Die Stadthalle entwickelt sich zum größten anzunehmenden Finanzierungsunfall in Eschwege."

Da die Stadt die 430.000 Euro nicht hat, müssen andere Projekte mit einem Volumen von 667.000 Euro geschoben werden. Den Differenzbetrag, so ein Antrag der SPD, wird zur Sanierung der städtischen Häuser im Wacholderweg 2-4 verwendet. "Wir werden der Summe für die Stadthalle zustimmen, eine andere Wahl haben wir eh nicht. Allerdings wollen wir nicht, dass die Baumaßnahmen im Wacholderweg noch weiter nach hinten geschoben werden, daher unser Antrag", sagte SPD-Chef Alexander Feiertag.

Bürgermeister Heppe als zuständiger Baudezernent versuchte vergebens die SPD umzustimmen und begründete das mit fehlendem Personal im Bauamt. "Seit dem Weggang von Frau Nießen ist eine Stelle im Bauamt immer noch nicht wieder besetzt worden. Die personellen Ressourcen werden für Stadthalle und Werratalsee gebraucht – neben den vielen anderen Aufgaben, die meine Mitarbeiter im Bauamt zu bewältigen haben", so Heppe.

Sparkasse sponsort Volleyballfeld am Werratalsee

Einstimmig stimmten die Stadtverordneten für den Bau einer zweiten Beachvolleyball-Anlage am See. Die Sparkasse Werra-Meißner übernimmt die Kosten in Höhe von 4.000 Euro.

Bedingung der Bank ist, dass die Anlage noch in diesem Jahr fertiggestellt sein muss. SPD-Abgeordneter Markus Claus regte an, die Anlage auch gleich für Beachsoccer und -handball nutzbar zu machen.

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