Groß angelegte Kontrolle auf der A7

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Polizei sperrte Autobahn und kontrollierte fast jedes AutoHann.Münden/Lutterberg. Es war eine Großkontrolle, wie sie auf der A7 zwischen Kassel und

Polizei sperrte Autobahn und kontrollierte fast jedes Auto

Hann.Münden/Lutterberg. Es war eine Großkontrolle, wie sie auf der A7 zwischen Kassel und Göttingen schon lange nicht mehr durchgeführt wurde, als am Mittwochnachmittag gegen 15 Uhr die A7 in Höhe des Parkplatzes Staufenberg völlig abgeriegelt wurde. Die Standspur, der rechte und der mittlere Fahrstreifen wurden zur Kontrollzone umfunktioniert und nur auf dem ganz linken Fahrstreifen konnten einige wenige Autofahrer unkontrolliert die Kontrollstelle passieren. Der Schwerlastverkehr wurde während der Kontrolle über den Parkplatz geleitet, wo auch viele Lastwagen kontrolliert wurden.

Vorausgegangen war ein Fachseminar für Polizeibeamte, das am Dienstagvormittag von Referenten der Polizei aus Hamburg und Schleswig-Holstein in Kassel abgehalten wurde. Beamte aus Nordhessen, Niedersachsen, Berlin, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Baden-Württemberg, Bayern, der Bundespolizei und dem Zoll nahmen an dem Fachseminar Teil und setzten die neu gewonnenen Erkenntnisse bei der länderübergreifenden Kontrolle, die unter dem Schwerpunkt Alkohol und Drogen im Straßenverkehr stand, um.

Neben der Großkontrolle waren aber auch mobile Kontrollstellen im Großraum Kassel und im Bereich Niedersachsen unterwegs. Durch die Kontrollstelle, die am Ende einer Baustelle aufgebaut wurde, staute sich der Verkehr in Spitzenzeiten bis zu 15 Kilometer zurück und die Autofahrer standen dadurch zwei Stunden im Stau. Viele Autofahrer mussten ihr Fahrzeug im Verdachtsfall völlig ausräumen, oder sich einem Drogentest unterziehen. Bereits in der ersten Stunde wurden nicht nur Drogen, sondern auch Waffen in verschiedenen Fahrzeugen gefunden. Einigen Fahrzeugführern, bei denen zum Beispiel ein Drogentest positiv war, wurde die Weiterfahrt untersagt und mehrere Fahrzeuge wurden von der Polizei stillgelegt.

Besondere Aufmerksamkeit erregt ein Biker aus Australien mit seinem Motorrad, das für "deutsche Verhältnisse" völlig aus der Norm fiel. Spitze Enden an vielen Teilen seines Motorrades entsprachen in keiner Weise den deutschen Richtlinien. Erst nachdem der Biker die Enden seines Lenkrades mit einer Säge "entschärft" hatte, durfte er seine Europatour nach sehr großzügigem Wohlwollen der Beamten fortsetzen. Bei aller Ernsthaftigkeit des Kontrollgrundes gingen die Beamten stets höflich und fürsorglich mit den Autofahrern um. So mussten einige Autofahrer, die besonders aufgeregt waren, weil sie das erste Mal in einer so großen Kontrolle standen, von den Beamten erst einmal beruhigt werden, bevor sie sich um den eigentlichen Grund der Kontrolle kümmerten. Kontrolliert wurden 450 Fahrzeuge und 550 Personen.

Bei 136 Personen wurde ein Drogentest durchgeführt, der 34 Mal positiv ausfiel. Diesen Autofahrern wurde für 24 Stunden die Weiterfahrt untersagt. Bei zwei Autofahrern wurde der Führerschein sichergestellt, weil sie alkoholisiert unterwegs waren und gegen 24 Autofahrer wurde wegen Drogenbesitzes eine Anzeige geschrieben. Gegen 24 weitere Autofahrer wurde Strafanzeige wegen Urkundenfälschung oder Verstoß gegen das Waffengesetz erstattet. Die erschreckend hohe Zahl der unter Drogeneinfluss stehenden Autofahrer bestätigte der Polizei die Notwendigkeit der Kontrollen. Weitere Kontrollen werden in der Zukunft mit Sicherheit folgen. Der Stau auf der Autobahn hatte sich gegen 19.45 Uhr wieder vollständig aufgelöst und verläuft wieder normal.

Fotos und Text: TVNewsHessen

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