Großeinsatz im Baumarkt

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Eschwege. Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun, um die Vermissten im Lager zu finden und zu retten.

Eschwege. "An alle Mitarbeiter – 900", ertönt es durch die Lautsprecher im toom-Baumarkt in Eschwege. Schnell, aber sehr ruhig machen sich die Angestellten auf den Weg nach draußen. Es ist kurz vor 20 Uhr – bis auf drei Kunden haben bereits alle das Geschäft verlassen. Und auch diese werden gebeten, sich zum Ausgang zu begeben.

Indessen quillt der Rauch bereits durch die geschlossenen Türen aus dem Lager heraus. "Es dauerte keine fünf Minuten bis das erste Einsatzfahrzeug eintraf", so eine Mitarbeiterin, die genau wie ihre Kollegen nicht wusste, dass es sich beim gestrigen Einsatz der Feuerwehr um eine Übung handelte. "Wir machen ein Mal im Jahr eine Aktion zum Brandschutz. Eine richtige Übung mit Feuerwehr und Personal gab es bisher noch nicht", so Marktleiter Uwe Holzhauer, der damit Sicherheit im Ernstfall gewähren will, damit auch alles funktioniert.

Man konnte die Hand nicht vor den Augen sehen

Für die Einsatzkräfte von der Freiwilligen Feuerwehr aus Eschwege, Oberhone und Niederhone schien es zunächst wie ein Ernstfall. "Niemand wurde im Vorfeld informiert, so dass jeder zunächst davon ausging, dass im Baumarkt ein Feuer ausgebrochen war", so Wehrführer Sven Rathgeber, der den Lagerraum im Baumarkt so präpariert hatte, dass die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun hatten. Zwei Nebelmaschinen sorgten dafür, dass seine Kameraden die Hand nicht mehr vor Augen sehen konnten.

Ein Menschenleben zu retten hat oberste Priorität

Mit Atemschutzgeräten schickte Einsatzleiter Harald Geissler zwei seiner Kameraden in die Lagerräume, denn wie sie aus dem Gespräch mit den Mitarbeitern erfahren mussten, wurden immer noch drei Menschen vermisst. "Es ist wichtig, dass die Einsatzkräfte erfragen, ob noch jemand fehlt. Denn im Ernstfall hat es Priorität, ein Menschenleben zu retten. Das Feuer zu löschen, ist der zweite Schritt", so Rathgeber. "Ich bin allerdings sehr zufrieden mit der Arbeit meiner Kameraden. Schnell haben sie die "Mitarbeiter" im Nebel gefunden und gerettet, was besonders schwierig war, da es sich um Puppen handelte, die mit einer Wärmebildkamera nicht ausfindig gemacht werden können", so Rathgeber weiter.

Nach gut einer Stunde war der Einsatz vorbei. "Alle notwendigen Maßnahmen, die im Ernstfall funktionieren müssen, wurden durchgeführt bzw. eingeleitet. Ich bin mit dem Ergebnis der Übung durchaus zufrieden", so der Wehrführer über den Ausgang der Übung.

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