Hang auf B80 gerutscht - Vollsperrung bis zum Montag

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Hann. Münden. Gegen 0.30 Uhr sind am Samstagmorgen im Abschnitt zwischen der historischen Werrabrücke und der Weserbrücke Erdreich (zirka 50 Kubikm

Hann. Münden. Gegen 0.30 Uhr sind am Samstagmorgen im Abschnitt zwischen der historischen Werrabrücke und der Weserbrücke Erdreich (zirka 50 Kubikmeter) und Bäume auf die Ortsdurchfahrt der B80 gerutscht. Die Straße wurde für den Verkehr voll gesperrt. Mündens Bürgermeister Klaus Burhenne machte sich am Morgen während eines Ortstermins mit der Straßenmeisterei, dem Mündener Ordnungsamt und der Feuerwehr ein Bild von der Unglücksstelle. Beim Untersuchen des Hangs wurde festgestellt, dass noch weitere Erdmassen auf die B80 rutschen könnten. Die Durchfahrt wird deshalb vorsorglich bis Montag voll gesperrt. Nun soll der Hang von einem Geologen des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, Außenstelle Bad Gandersheim, untersucht werden. Er wird daraufhin eine Gefährdungseinschätzung und einen Sanierungsvorschlag machen.

Wie Jürgen Liebrecht, Leiter des Ordnungsamtes Hann. Münden mitteilte, sei ein solcher Hangrutsch nichts ungewöhnliches: "Der Wesersandstein an den Hängen ist stark zerklüftet. Im Winter gefriert das Wasser im Innern und sprengt somit den Stein auf. Die Spalten verbreitern sich, es kommt zum Bruch und schließlich, gerade bei Dauerregen, zum Abgang des Gerölls."

Pegel sinken in der Nacht - Regen im Thüringer Wald

Die Pegelstände der heimischen Flussläufe habe sich laut Liebrecht wieder beruhigt. Nachdem die Edertalsperre kein Wasser mehr ablasse und es zu geringeren Niederschlägen im Bereich der Fulda gekommen sei, wäre der Pegel des hessischen Flusses weiter gesunken. Niederschläge habe es aber vermehrt im Thüringer Wald gegeben. "Die Wassermassen kommen bei uns mit einer Zeitverzögerung von etwa 12 Stunden an. Gestern hat es in diesem Gebiet stark geregnet. Wir rechnen in den nächsten Stunden wieder mit einem Anstieg desWeserpegels, der aktuell bei 4,79 Metern liegt. Bisher sind wir noch mit einem blauen Auge davon gekommen. Hoffen wir,  dass es so bleibt", meinte Liebrecht abschließend. Sollte sich die Lage wieder verschärfen, sei man allerdings gewappnet - die Stadt sei an den empfindlichen Punkten mit entsprechenden Maßnahmen abgeschottet.

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