Heimatliebe, die unter die Haut geht

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Eschwege. Markus Stuhl hat sich die Wahrzeichen seiner Heimatstadt auf dem Rücken verewigen lassen.

Eschwege. Seine Heimat lieben, ja das tun viele. Doch gegen das Liebesbekenntnis von Markus Stuhl klingen ihre Liebesbekenntnisse nur wie leere Worte.

Denn die Heimatliebe des 43-jährigen Eschwegers ist so groß, dass er sich für ein ganz spezielles Tattoo entschieden hat. "Vor 20 Jahren hat es mich nach Stuttgart verschlagen. Doch die Sehnsucht nach der Heimat riss nie ab", so Stuhl, für den der bloße Besuch in der Kreisstadt nicht genug war. "Um meiner Verbundenheit zu Eschwege Ausdruck zu verleihen, entschied ich mich für ein Tattoo", erzählt der 43-Jährige weiter.

Das Motiv war schnell klar und auch die Umsetzung ließ nicht lange auf sich warten. "Innerhalb von nur vier Tagen ließ ich mir den Rücken großflächig mit Motiven rund um Eschwege stechen – das war ungefähr vor vier Jahren", so Markus Stuhl, auf dessen Rücken sich jetzt nicht nur ein großer "Eschwege"-Schriftzug breit macht, sondern auch der Dietemann, die Eschweger Leuchtberge, der Dünzebacher Torturm sowie das Eschweger- und Hessenwappen.

Vor einem Jahr hat es den 43-Jährigen dann doch wieder in die Stadt der Dietemänner gezogen. "Ich wusste, dass ich irgendwann wieder zurückkommen werde, aber dass das dann so schnell ging, hätte ich nicht gedacht", erinnert sich der gebürtige Eschweger, der nicht nur viel Erfahrung aus dem Schwabenland mitgebracht hat, sondern auch gleich noch eine neue Idee. Denn das Kunstwerk auf seinem Rücken soll weiter wachsen.

In seinem Freundeskreis wird die dauerhafte Körperbemalung positiv gesehen, nur seine Verlobte sei nicht zu hundert Prozent begeistert, so der Tattoo- und Eschwegefan. Trotzdem ist der nächste Termin zur Erweiterung seiner Rückenverzierung schon in Planung. Diesmal hat der Eschweger Tatto-Artist Fuchur aus dem Studio "Einewunderbar" die Aufgabe dem 43-Jährigen die Heimatliebe unter die Haut zu bringen. Unter anderem soll der Nikolaiturm und ein Teil des Landgrafenschlosses verewigt werden.

Vielleicht werden die Tättowierer der Region sich bald noch mehr mit den Wahrzeichen Eschweges und der Umgebung beschäftigen, denn es scheint sich ein Trend anzubahnen. Denn ein weiterer "Verrückter", wie Markus Stuhl es sagt, will sich auch bald die Heimatliebe unter die Haut stechen lassen.

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