Helfen ist ein Ausdauersport

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Werra-Meißner. Der Bürgerhilfeverein in Waldkappel wurde Mitte des Jahres gegründet. jetzt zog man eine erste Bilanz: Wer helfen will muss warten.

Werra-Meißner. Man müsse einen sehr langen Atem haben und Ausdauer beweisen, wenn man den Menschen helfen möchte, die Hilfe brauchen. Oft schäme man sich nach Hilfe zu fragen, obwohl es laut Elke Adam vom Bürgerhilfeverein "Bürger für Bürger Waldkappel e.V." dazu keinen Grund gebe. Wenn dann doch jemand über seinen Schatten springt und um Hilfe bittet, dann seien diese Personen dankbar und glücklich über die Hilfe.

Doch leider sei dies bisher erst fünf Mal der Fall gewesen, wie es Adam bei einem Treffen des Vereins mit der Sparkassenstiftung und Vertretern eines möglichen Bürgerhilfevereins aus Witzenhausen erklärte. Dabei sei man wirklich für jeden Bürger da. Etwa um einmal kurzfristig als Babysitter einzuspringen oder wenn man Hilfe benötigt um einmal die Gardinen auf- und abzuhängen, oder auch um einfach nur mal zu schmuddeln. Laut Adam reiche ein Anruf um auch kurzfristig zu helfen.

Das Problem der Scheu sei laut Kathrin Beyer von Omnibus, der Freiwilligenhilfe im Kreis, bekannt.

Viele würden sich fürchten, weil Nachbarn etwas falsches denken würden. Aber nicht immer wohnen etwa die Familienangehörigen in der Nähe, können kurzfristig nicht helfen. Seien es die Enkel, oder eigenen Kinder, die nicht in Waldkappel, sondern Kassel leben und den ganzen Tag am arbeiten sind und sich nicht einfach freinehmen können. Der Bürgerhilfeverein hingegen sei vor Ort und auch kurzfristig bereit einzuspringen.

Frank Nickel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, erklärte daher bei dem Treffen, dass die Sparkassenstiftung den Verein langfristig unterstützen werde. Zudem hofft Nickel, dass sich in Zukunft mehr Menschen bei dem Verein melden werden und verstehen, dass man sich nicht schämen sollte, wenn man um Hilfe bittet, sondern dass man sich viel eher bewusst machen müsse, dass es für Probleme und Sorgen schnelle unkomplizierte Lösungen gebe.

Solche Vereine gibt es bereits in einigen Orten des Kreises, wie etwa in Sontra. In Witzenhausen möchte man nun auch einen solchen Verein gründen. Zur Zeit gibt es in der Kirschenstadt einen Tauschring. Auf dessen Basis könne man sich, laut Mitbegründerin Susanne Rudolf, vorstellen ebenfalls einen Bürgerhilfeverein zu gründen. Beim Tauschring gebe es bereits viele Personen, die sich gegenseitig unterstützen, diese Hilfe könne man in Zukunft weiter ausdehnen.

Auf die Hilfe greifen in Witzenhausen bereits viele zurück, wobei Rudolf betonte, dass man durch die zahlreichen Studenten eine Gruppe habe, die vor Ort meist keine Familienangehörigen haben, demnach nehme man viel eher Hilfe von Außenstehenden an.

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