Hoheiten hängen wegen der Corona-Krise noch ein Jahr dran

Werden das amtierende Königshaus bis zu den auf 2021 verschobene Neuwahlen begleiten: (v.li.) Samira Michelle, Antonia und Martha.
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Werden das amtierende Königshaus bis zu den auf 2021 verschobene Neuwahlen begleiten: (v.li.) Samira Michelle, Antonia und Martha.

Witzenhäuser Kirschenkönigshaus verlängert Amtszeit - neue Kandidatinnen unterstützen sie in den kommenden Monaten

Witzenhausen. Ironie des Schicksals? Auch wenn „Corona“ im Lateinischen für „Krone“ steht, so sorgt das gleichnamige Virus doch dafür, dass das amtierende Kirschenkönigshaus in Witzenhausen seine Amtszeit um ein Jahr verlängern wird, denn die Kesperkirmes und damit auch die Neuwahl der Kirschenkönigin wurde wegen der Pandemie abgesagt.

Amtszeit erweitert sich einmalig um ein Jahr

Johannes Siebold, Geschäftsführer der Pro Witzenhausen GmbH, ergänzt dazu: „Das amtierende Kirschenkönigshaus 2019/2020 mit Kirschenkönigin Sophia und Ihren Prinzessinnen Anna und Anastasia wird in diesen außergewöhnlichen Zeiten nicht im Juli zur eigentlichen 54. Kesperkirmes - die bereits abgesagt wurde - inthronisiert. Sie werden gemeinsam noch ein Jahr amtieren und somit wird erst zur nächsten stattfindenden Kesperkirmes im Juli 2021 ein neues Königshaus gekrönt.“ Die drei diesjährigen Kandidatinnen Antonia, Martha und Samira würden dem amtierenden Königshaus ab sofort zur Seite stehen und sie tatkräftig unterstützen, um die Kirschenstadt und Umgebung über die Landesgrenzen hinaus zu repräsentieren. „Da Veranstaltungen in der üblichen Form in der nächsten Zeit nicht durchgeführt werden können, wird das Königshaus und die Kandidatinnen unsere Region in der nächsten Zeit vermehrt in den sozialen Medien repräsentieren“, so Siebold weiter.

Er sei froh darüber, dass die amtierenden Hoheiten ihre Aufgabe fortführen würden: „Um die enorme Bedeutung der Kirsche für die Region mit der Welt zu teilen, bedarf es eines aufgeweckten, engagierten Königshauses. Dieses muss nicht nur anmutig und höflich erscheinen, sondern auch reiselustig sein.“ Letzteres sei aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Zum jetzigen Zeitpunkt weiß niemand, wann der Tourismus und damit auch die traditionellen Feste in der Region und darüber hinaus wieder anlaufen darf. Deshalb ist auch der Aufgabenbereich der repräsentierenden jungen Frauen stark eingeschränkt. „Dieses Jahr ist aufgrund der bekannten Ereignisse ein besonderes Jahr. Trotzdem möchten wir allen Hoheiten und auch Kandidatinnen die Chance geben, unsere wunderschöne Region zu repräsentieren, sich persönlich weiterzuentwickeln und Kontakte zu knüpfen“, so Siebold. Diese Chance kann nun in einem erweiterten Team ergriffen werden.

Wir stellen die drei neuen Kandidatinnen vor

Diese drei jungen Damen werden das amtierende Königshaus ein Jahr lang begleiten, bevor sie sich bei der Kesperkirmes 2021 der Wahl zur neuen Kirchenkönigin stellen werden:

Samira Michelle Winter (18 Jahre) wohnt in Roßbach und besucht die Fachoberschule der Beruflichen Schulen Witzenhausen mit Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung. Ihre Hobbys sind tanzen, singen und mit Freunden treffen. „Ich bin fröhlich, aufgeschlossen und würde gerne ehrenamtlich helfen. Seit ich ein kleines Kind war, bin ich ein großer Fan des Witzenhäuser Kirschen-Königshauses und mein größter Traum ist es, Witzenhausen und seine Ortschaften als Kirschenkönigin repräsentieren zu dürfen“, erklärt Samira.

Antonia Niemeier (24 Jahre) ist in Witzenhausen und Kleinalmerode geboren und aufgewachsen. Momentan lebt sie in Hessisch Lichtenau. Im Sommer 2017 hat sie eine Ausbildung zur Ergotherapeutin abgeschlossen und ist seit dem in diesem Beruf tätig. Privat gibt sie im Rahmen der DLRG Schwimmunterricht für Kinder. Außerdem engagiert sie sich bei der Jugendförderung in Witzenhausen. Zum Ausgleich geht sie am Wochenende gerne reiten, vor allem draußen im Gelände. Sie wandert und liest auch gern. „Schon immer fand ich die Kirschkönigin interessant. Sie repräsentiert und vertritt unsere schöne Region mit ihren zahlreichen Vorzügen und Werten nach außen. Ich habe vor einigen Jahren schon einmal darüber nachgedacht zu kandidieren, mich aber dann doch dagegen entschieden. In letzter Zeit bin ich eher zufällig auf das Thema Kirschenkönigin gestoßen und von verschiedenen Seiten angesprochen worden, sodass ich mich dieses Jahr dafür entschieden habe doch zu kandidieren und mein Glück zu versuchen“, schildert Antonia.

Die Ermschwerderin Martha Schönert (27 Jahre ) engagiert sich neben ihrem Beruf als Gesundheits- und Krankenpflegerin sehr gerne ehrenamtlich, unter anderem als Helferin im Katzenhaus des Tierschutzverein Witzenhausen e.V. Zudem ist sie jede freie Minute in der Natur zum Wandern oder Rad fahren. Nach acht Jahren in Hannover, hat es sie zurück in ihre Heimat gezogen. „Hier ist einfach der schönste Flecken Erde, den ich mir vorstellen kann. Witzenhausen bietet so viel. Hier bekommt man Regionalität, wunderschöne Natur, nette Menschen, attraktive touristische Angebote, tolle Feste und die besten Kirschen auf der Welt. Ich möchte Kirschenkönigin werden, weil ich Witzenhausen mit Stolz vertreten und zeigen möchte, wie wichtig und schön das Ehrenamt ist“, teilt Martha mit.

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