Hungerlohn für Kinderbetreuung

Redaktionsleiter Lars Winter.
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Redaktionsleiter Lars Winter.

Es geht nicht darum, ob Kindertagespflege besser oder schlechter ist fürs Kind als Kindertagesstätte. Es geht darum, dass beides gebraucht wird.Wir

Es geht nicht darum, ob Kindertagespflege besser oder schlechter ist fürs Kind als Kindertagesstätte. Es geht darum, dass beides gebraucht wird.

Wir können uns im Kreis glücklich schätzen, solch eine große Anzahl an Kita-Plätzen zu haben, selbst für die Kleinsten. Tagesmütter fehlen dagegen. Und die sind genauso wichtig, denn vielen Eltern ist mit den Kita-Öffnungszeiten nicht geholfen. Oder sei es auch nur der Grund, dass sie ihr Kind besser betreut sehen bei einer Tagesmutter.

Der Mangel an Tagesmüttern ist allerdings hausgemacht. Nicht hier im Kreis, aber von der großen Politik in Berlin. Früher blieben Mütter drei Jahre zu Hause um sich um den eigenen Nachwuchs zu kümmern. Heute hetzen sie oft so schnell wie möglich wieder in den Job und brauchen selbst eine Tagesmutter.

Und: Kinderbetreuung ist keine Pausenbeschäftigung, wird aber so bezahlt. Was im Amtsdeutsch als "Aufwandsentschädigung" bezeichnet wird, ist nichts anderes als ein Hungerlohn. Und das für bestens ausgebildete Personen.

Soll in Zukunft der Mangel an Tagesmüttern behoben werden, muss die Politik in die Puschen kommen. Statt Herdprämie zu zahlen, sollten es Merkel und Co. lieber in die Kindertagespflege investieren. Das wäre ein Anfang.

Hier geht's zum Artikel "Näher am Kind"

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