,Ich kann das nicht!’

Elisabeth Schulz war die erste, die Hilfe ber das Projekt ,Aktive Nachbarschaft in Anspruch nahmVon SONJA LIESEEschwege. Eigentlich ist E

Elisabeth Schulz war die erste, die Hilfe ber das Projekt ,Aktive Nachbarschaft in Anspruch nahm

Von SONJA LIESE

Eschwege. Eigentlich ist Elisabeth Schulz kurz genannt sLisbett eine rstige Rentnerin im Alter von 68 Jahren. Sie lebt in einem kleinen Haus am Stadtrand von Eschwege, was sie vor Jahren kurz nach dem Krieg mit ihrem Mann zusammen gebaut hat.

Aber ihr Mann verstarb vor einem Jahr und nun steht sie alleine da. Ihre Kinder wohnen alle auerhalb und sind nicht immer da, wenn man sie mal braucht. Wenn ich mal grere Dinge plane, dann sage ich halt rechtzeitig Bescheid, damit sie von Hannover oder Frankfurt mal eben herkommen, um mir anzupacken, so Elisabeth Schulz. Aber manchmal ist das eben nicht mglich.

Beispielsweise bei greren Einkufen oder bei bestimmten Arbeiten im Garten, die ihr zunehmend schwerer fallen. Einen Kasten Wasser kaufe ich schon lange nicht mehr und auch sonst muss ich mir meinen Einkauf auf mehrere Tage verteilen, weil ich nicht mehr so schwer tragen kann. Und von meinen Garten will ich erst gar nicht sprechen.

Fakt ist: Obwohl die Rentnerin im Kopf fit geblieben ist und sich auch sonst gut versorgen kann, fehlt ihr bei einigen Sachen einfach die Kraft.Und dann habe ich dieses Angebot von dieser Familienbildungssttte gelesen. Die haben da so etwas angeboten, so Schulz. Mit so etwas meinte die 68-Jhrige das Projekt ,Aktive Nachbarschaft, das zum Ziel hat, Menschen jeden Alters in und um Eschwege herum im Rahmen einer nachbarschaftlichen Hilfe zu untersttzen.

Vielleicht erleben Sie es auch im Alltag, dass es einfach Dinge gibt, die nicht alleine zu schaffen sind oder schwer fallen, so Kathrin Beyer von der Familienbildungssttte, die sich gemeinsam mit Drte Muth-Dieckerhoff um die Belange Hilfesuchender und Hilfeanbietender kmmert. Dabei fllt es den Leuten weniger schwer, ihre Hilfe anzubieten, als diese in Anspruch zu nehmen und einfach um Hilfe zu fragen, so Beyer. Unsere Aufgabe ist es nun in diesem Rahmen Hilfswnsche und Hilfsangebote zu sammeln und diese zu vermitteln, erklrt Muth-Dieckerhoff.

Genau wie bei Elisabeth Schulz, die eine der ersten war, die von der aktiven Nachbarschaftshilfe profitiert hat. Ich wrde es jederzeit wieder tun und mich melden, so die Rentnerin, denn es ist keine Schande, wenn man Dinge nicht mehr oder einfach nicht kann.

Denn wer denkt, dass sich dieses Projekt nur an ltere Menschen richtet, der liegt falsch. Jeder ist hierbei angesprochen, der Hilfe bentigt oder anbieten kann. Ob nun beim Einkaufen, Schriftverkehr, Reparaturhilfen, Urlaubsdienst, Besuche oder Brodienst, alle Aufgaben, die im Alltag anfallen, mssen erledigt werden. Irgendwie. Von Irgendwem. Und manchmal kann man sich mit Sicherheit auch gegenseitig untersttzen.

Wer weitere Informationen zur ,Aktiven Nachbarschaft erfahren mchte, kann sich jeweils mittwochs von 10 bis 12 Uhr bzw. freitags von 14.30 bis 16 Uhr unter S 05651-3377020 an Drte Muth-Dieckerhoff wenden oder einfach an Mail an Aktive.Nachbarschaft@fbs-mgh-eschwege.de.

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