Integrationskonzept: Landkreis schließt Entwicklungsvertrag - Gesamtregie statt Einzelmaßnahmen

Der Landkreis Göttingen arbeitet an einem Integrationskonzept. Das Konzept soll im Herbst 2013 fertig gestellt sein. Unterstützt wird der Landkreis

Der Landkreis Göttingen arbeitet an einem Integrationskonzept. Das Konzept soll im Herbst 2013 fertig gestellt sein. Unterstützt wird der Landkreis dabei von Frau Prof. Dr. Manuela Westphal, die über Migration und Interkulturelle Bildung an der Universität Kassel forscht. Landrat Bernhard Reuter unterzeichnete unlängst einen Entwicklungsvertrag, der die Zusammenarbeit besiegelt.

Als Grundlage für sein Integrationskonzept hat der Landkreis 2011 einen Integrationsbericht veröffentlicht. Dieser Bericht schildert die Situation von Migrantinnen und Migranten im Landkreis Göttingen. Untersucht wurden unter anderem die Bereiche Bildung, Arbeit, Einkommen und Wohnen.  Im Landkreis Göttingen sind circa 4,5% der Bevölkerung Ausländer. Etwa 10% haben einen Migrationshintergrund. Insgesamt sind 118 Nationalitäten im Landkreis vertreten. Besondere Herausforderungen, mit denen sich Migrantinnen und Migranten konfrontiert sehen, sind Sprachprobleme und Anerkennung von Bildungsabschlüssen.

Das Integrationskonzept wird in den nächsten Monaten in Fachworkshops mit den Akteuren erarbeitet werden. Zu den Akteuren zählen die Kreisverwaltung, die politischen Gremien, die Städte und Gemeinden sowie karitative Organisationen und örtliche Träger. Zudem möchte der Landkreis dezentral drei Fachworkshops für Schulen und für Kindertageseinrichtungen organisieren.

"Mir ist wichtig, dass wir von isolierten Einzelmaßnahmen bei der Integration zu einer kommunalen Gesamtstrategie kommen", sagt Landrat Bernhard Reuter. Der Integrationsbeauftragte des Landkreises, Isa Sandiraz, und Frau Prof. Dr. Westphal betonen vor allem den Netzwerkgedanken: "Wir wollen in dem Integrationskonzept die Akteure zusammenführen. Gemeinsam können wir sinnvolle Projekte optimal umsetzen."

Zur Arbeit am Integrationskonzept wird ein Arbeitskreis entstehen. Er wird die Entwicklung begleiten und unterstützen. Anschließend soll der Arbeitskreis seine Arbeit Integrationsbeirat fortsetzen und an der Umsetzung des Integrationskonzeptes mitwirken.

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