Interesse an Wanfried ungebrochen

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"Das Interesse an Wanfried ist ungebrochen," freuen sich Bürgermeister Wilhelm Gebhard und der Sprecher der "Bürgergruppe für den Er

"Das Interesse an Wanfried ist ungebrochen," freuen sich Bürgermeister Wilhelm Gebhard und der Sprecher der "Bürgergruppe für den Erhalt Wanfrieder Häuser" Jürgen Rödiger über die neuesten Erfolge bei der Vermarktung leer stehender Immobilien. Wie beide gegenüber dem Marktspiegel mitteilen, herrscht auf dem Wanfrieder Immobilienmarkt nach wie vor ein sehr reges Treiben. Und das kommt nicht von alleine, sondern ist der häufigen und breiten Medienpräsenz sowie dem guten Ruf, der Wanfried mittlerweile weit über die Landesgrenzen nacheilt, geschuldet.

Waren es zu Beginn der Vermarktungsbemühungen in den Jahren 2009 und 2010 vorwiegend Menschen aus den Niederlanden, die sich gegenüber der Stadtverwaltung und der Bürgergruppe an meist leer stehenden Immobilienobjekten in der Kernstadt und in den Stadtteilen interessiert zeigten, kommen die Anfragen mittlerweile aus beinahe ganz Deutschland. Aktuell bearbeite man intensiv Anfragen aus Erfurt, Eisenach, Bad Nenndorf, Bad Homburg, Wiesbaden, Höxter und aus der näheren Umgebung von Wanfried. "Es scheint sich sehr weit rumgesprochen zu haben, dass hier ein exklusiver und kostenfreier Beratungsservice geboten wird," freuen sich Gebhard und Rödiger über die aktuellen Anfragen. "Individuell und zielgerichtet suche man in Frage kommende Objekte für die Interessenten aus, berät über den Sanierungsstau, gibt Tipps und Hinweise aller Art.

"Wir überreden keinen, sondern beraten seriös und in aller Ruhe." Das kommt an. "Die Arbeit der ganzen Bürgergruppe ist hierbei von unschätzbarem Wert, wofür uns viele andere Kommunen beneiden", meint Gebhard. "Kürzlich sei es gelungen, ein weiteres Objekt in Wanfrieds Altstadt an ein Interessentenpaar aus Frankfurt zu veräußern. Beide sind über eine Fernsehsendung auf Wanfried und die Bürgergruppe aufmerksam geworden und haben sich kurzerhand ins Auto gesetzt, um zu erleben, ob die Sendung über Wanfried und über die Bürgergruppe den Tatsachen entspricht. Und es sei noch viel schöner in Wanfried, als die Sendung hergab, attestierten die Interessenten vom Main gegenüber dem Bürgermeister, als sie ihn im Rathaus am Ende Ihres 5-Tage Urlaubs überraschten.

"Beide Interessenten sind berufstätig, wollen aber der Schnelllebigkeit und dem Lärm des Ballungsraums entfliehen," berichten Rödiger und Gebhard. Es sei vorgesehen, in Wanfried mit Hauptwohnsitz zu leben und zu arbeiten. Der Beruf als IT-Spezialistin macht es möglich. Es sei geplant, einen Homeoffice-Arbeitsplatz in Wanfried einzurichten. Von der Tatsache, dass man dennoch wenige Tage in der Woche nach Frankfurt müsse, lassen sich die zukünftigen Wanfrieder nicht abschrecken. "Die Lebensqualität hier im Werratal wiege das einfach auf", berichten beide. Und sie machen dem Bürgermeister und der Bürgergruppe Mut, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzuführen. IT-Spezialisten, die Software entwickeln, könnten komplett von zuhause aus arbeiten, so der Rat der beiden Frankfurter. So wird bald wieder ein altes Haus zu neuem Leben erwachen, sind sich Gebhard und Rödiger sicher.

Mit diesem Objekt konnten mittlerweile 23 Objekte direkt an neue Eigentümer vermittelt werden. Nicht mitgezählt sind die Objekte, die ohne aktive Mitarbeit der Bürgergruppe neue Eigentümer gefunden haben. Aber auch diese Interessenten konnten zum erheblichen Teil über das Fernsehen, die Presse und das Internet auf Wanfried aufmerksam gemacht werden. Die Wanfrieder Handwerker, die gastronomischen Betriebe sowie der Handel und die Dienstleistungsbetriebe haben durch die Vermarktung der Stadt nicht unerheblich profitiert. Ein Auftragsvolumen an das örtliche Handwerk von 1.000.000 Euro wird mittlerweile durch Bürgermeister und Bürgergruppe hochgerechnet. Für das Frühjahr 2012 ist zudem die Eröffnung des bundesweit beachteten Fachwerkmusterhauses geplant. "Das wird weiteres Interesse nach sich ziehen," hofft die Bürgergruppe.

"Wir werden auch zukünftig die Hände nicht in den Schoss legen," so Gebhard und Rödiger. Der demographische Wandel schreitet unaufhaltsam voran, also müssen wir das auch tun." Erfreulich sei, dass die Stadt mittlerweile wieder mehr Zuzüge als Wegzüge zu verzeichnen habe. Das ist ganz sicherlich der Arbeit der Bürgergruppe zu verdanken, ist sich Gebhard sicher. "Das Saldo aus Sterbefällen und Geburten ist seit vielen Jahren negativ," räumt Gebhard ein. "Deshalb müsse man umso stärker an den Zuzügen arbeiten," so Gebhard und Rödiger abschließend.

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