25 Jahre nach der Grenzöffnung

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Wanfried. Am 8. und 9. November wird in Wanfried gefeiert.

Wanfried. Mit Pauken und Trompeten, so zogen vielerorts entlang der innerdeutschen Grenze die Bürger der DDR in den Westen. Auf beiden Seiten wurde dann die "Wende" gefeiert. Nachdem am 9. November 1989 gegen 22 Uhr durch die Medien der DDR verkündet wurde, dass die Grenzen ab sofort für jedermann geöffnet seien, setzte eine Massenansturm auf die Grenzübergänge ein. Eine von den Medien verbreitete Fiktion wird erst dadurch zur Realität.An den folgenden Tagen öffnen DDR Grenztruppen und Bundesgrenzschutz gemeinsam viele Übergänge, durchschneiden den Grenzzaun, räumen Hindernisse aus dem Weg. Nachbarn, Freunde und Verwandte, aber auch Fremde fallen sich weinend in die Arme. Dieses geschichtliche Ereignis liegt 25 Jahre zurück. Daran zu erinnern und das kräftig zu feiern, dazu sind Wanfried, Treffurt, Weißenborn, Geismar und die Landgemeinde Südeichsfeld angetreten. Botschafterin dieser Ost-West-Feierlichkeiten ist Stefanie Hannemann aus Großburschla, die am 9. November 1989 geboren wurde. Während der Informationsveranstaltung im Hotel Zum Schwan stellten die fünf Bürgermeister die Botschafterin, das Plakat und den Ablauf der gemeinsamen Festveranstaltung vom 8. und 9. November vor."Es wird eine Landesgrenzen übergreifende Feier, zu der alle Bürger eingeladen sind", sagte Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Los geht es mit einem Festakt am Samstag, 8. November um 18 Uhr, dann wird in der Normannsteinhalle in Treffurt an die Zeit der Wende und der Teilung erinnert. Ehrengast und Hauptrednerin wird Dr. Sabine Bergmann-Pohl sein, die erste frei gewählte Volkskammerpräsidentin und letztes Staatsoberhaupt der DDR. Zudem wird Ralf-Uwe Beck, Pfarrer und Bürgerrechtler aus Eisenach an die Zeit der Grenzöffnung erinnern, die IG-Heldrastein präsentiert eine Ausstellung zur Geschichte im Grenzgebiet.Gegen 21 Uhr beginnt die Anschlussveranstaltung im 900 Quadratmeter großen Festzelt am Bahnhof Großburschla. Das Zelt steht auf dem "Niemandsland", wie der Zehnmeter-Streifen seinerzeit genannt wurde. Der Eingang ist im "Westen", wer die Schwelle überschritten hat, der ist im "Osten" und erlebt sicher eine unvergessliche Ost-West-Disco-Party mit Peter Lack von hr3.Der Sonntag beginnt mit einer Sternenwanderung aus den umliegenden Städten und Dörfern zum ökumenischen Gottesdienst im Festzelt. Dieser beginnt um 11 Uhr, danach gibt es Mittagessen und Musikdarbietungen von Blaskapellen, Spielmanns- und Fanfarenzügen sowie von Chören bis etwa 17 Uhr.Das offizielle Plakat zu dieser Veranstaltung wurde in Geismar kreativ gestaltet. "Trabbi trifft Golf in der Mitte Deuschlands", könnte es heißen, die Aussage "25 Jahre Grenzöffnung – es gibt keinen besseren Grund zum Feiern!", kommt ganz klar rüber.

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