Die Kehrseite des Sommers

Werra-Meißner / Hann. Münden. Auf Grund der anhaltenden sehr sommerlichen Witterung und der relativ geringen Niederschläge, appellieren die Feuerwe

Werra-Meißner / Hann. Münden. Auf Grund der anhaltenden sehr sommerlichen Witterung und der relativ geringen Niederschläge, appellieren die Feuerwehren des Werra-Meißner-Kreises und Hann. Münden zu Umsichtigkeit beim Grillen und bei Aufenthalten in Waldbereichen.

Immer wieder sind Unachtsamkeit oder Leichtsinn Ursachen für Flächen- oder Waldbrände. Die Brandstellen befinden sich überwiegend in schwer zugänglichem Gelände. "Hier sind dann genaue Ortsangaben enorm wichtig um einer raschen Brandausbreitung effektiv entgegen zu wirken", erläutert Jens Ehrhardt, Pressesprecher der Feuerwehr Witzenhausen. Hilfreich seien zum Beispiel im Naturpark Meißner-Kaufunger Wald eingeführte Rettungspunkte. "Diese befinden sich meist an Zufahrten in die Waldgebiete", so Ehrhardt.

Wind kann Feuer zusätzlich anfachen

Ist ein Brand erst einmal ausgelöst, können noch zusätzliche Faktoren hinzukommen, die den weiteren Verlauf des Feuers verstärken. Das wohl wichtigste und gefährlichste natürliche Element ist der Wind.

Er versorgt das Feuer mit zusätzlichem Sauerstoff und treibt die Flammen vor sich her. Lokale Winde können die Ausbreitung eines Waldbrandes auch weiter beschleunigen. "Die dabei entstehenden Wirbel und Turbulenzen reißen die Glut in die Luft oder heizen das Feuer wie mit einem Blasebalg an", so die Erfahrungen des Feuerwerhmanns. Außerdem erzeugen sogenannte Feuerwalzen ihr eigenes Windsystem, das den Brand lange Zeit in Gang hält. Aber auch in der Vegetation selbst verbergen sich "anfachende" Substanzen.

Die harz- und ölreichen Kiefern besitzen zum Beispiel solche "Brandbeschleuniger". Sie sorgen zudem für Brennmaterial im Baumbestand und am Waldboden, indem sie zusätzlich noch ihre Rinde abwerfen.

Waldbrandindex

In Deutschland wird die Gefahr eines Waldbrandes nach einem länderunterschiedlichen fünfstufigen Waldbrandindex ermittelt. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach (DWD) unterhält eine mehrfach täglich aktualisierte Karte der Bundesrepublik, auf der die Gefahrenlagen farblich dargelegt werden und erklärt wird, wie diese Prognose errechnet wird.

Wer sich selbst einen Überblick verschaffen will kann hier nachschauen: www.dwd.de. Momentan haben die Standorte Eschwege, Sontra und Göttingen die dritte Stufe "mittlere Gefahr" erreicht.

Ein Einsatz bei großer Hitze stellt für die Feuerwehrfrauen und -männer eine enorme physische Belastung dar.

Unter der schweren Brandschutzkleidung kann es zu einem Hitzestau kommen. Hinzu kommt körperlich schwere Arbeit. Keine angenehmen Arbeitsbedingungen also. Daher sollten Grillfeste und Lagerfeuer bei entsprechender Gefahrenlage in den heimischen Garten verlegt oder ganz vermieden werden.

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