Keine Einheitsbestuhlung, keine Einheitsfarben in Eschweger City

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Eschwege. Heute berieten die Mitglieder des Gestaltungsbeirates über die geplante neue Satzung für die Innenstadt.

Eschwege. lokalo24.de hatte es bereits geschrieben: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Und spätestens seit heute Abend weiß man, dass diese alte Weisheit auch für die geplante Gestaltungssatzung für die Eschweger Innenstadt gilt.

"Das was jetzt da ist, kann natürlich bleiben. Was einmal genehmigt wurde, hat Bestand", sagte heute Abend der Vorsitzende des Gestaltungsbeirates, Roland Adlich, Stadtplaner aus Gotha. Und auch niemand müsse sich neue Stühle anschaffen. Niemand wolle in der kompletten Innenstadt überall dieselben Stühle. "Weder Einheitsbestuhlung noch Einheitsfarben sind das Ziel", so Adlich.

Eine Gestaltungssatzung helfe weiteren "Wildwuchs" in der Altstadt zu verhindern. "Regeln müssen sein, auch, um sie großen Handelsketten unter die Nase halten zu können, damit die nicht machen was sie wollen und ihre Werbung überdimensional an Häuserfassaden anbringen", sagt Professor Manfred Gerner, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte. Eschweges Kapital sei das Fachwerk. Dieses Stadtbild müsse für nachfolgende Generationen erhalten werden, so Deutschlands "Fachwerk-Papst" Gerner.

So sollen zum Beispiel auch Schaufenster Schaufenster bleiben und nicht mit Markenwerbung komplett zugeklebt werden. Auch Leuchtreklame soll weiter erlaubt sein, allerdings keine Blink- und Reflexbeleuchtung. "Wir wollen es farbig in der Innenstadt, aber wir wollen es nicht grell", sagt Bügermeister Alexander Heppe.

Für den Fall, dass ein Eschweger Geschäftsmann wegen der neuen Satzung Veränderungen vornehmen müsste, wird es Übergangsfristen geben. "Mindestens zwei Jahre sind geplant", so Adlich.

Im heute von den Gestaltungsexperten besprochenen Entwurfs, der sich stark an den Satzungen von Bad Sooden-Allendorf und Fritzlar orienztiert, muss es aber nicht bleiben. "Wir stehen ganz am Anfang. Jetzt haben wir was in der Hand. Und das werden wir mit Vertretern des Stadtmarketings, der Werbegemeinschaft und auch ganz normalen Bürgern diskutieren, bevor die Satzung in die politischen Gremien geht und zuguterletzt in der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wird", so Heppe.

Hier geht's zum Artikel "Klare Spielregeln für die Eschweger Innenstadt"

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Hier geht's zum Artikel "Plastikstühle verboten"

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