,Keine Investitionen leichtsinnig getätigt’

Buergermeister ausser Dienst Ronald Gundlach. Foto: Archiv
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Buergermeister ausser Dienst Ronald Gundlach. Foto: Archiv

Stellungnahme von Ronald Gundlach, ehemaliger Bürgermeister Bad Sooden-Allendorfs, zum Interview mit dem amtierenden Bürgermeister Frank Hix in der

Stellungnahme von Ronald Gundlach, ehemaliger Bürgermeister Bad Sooden-Allendorfs, zum Interview mit dem amtierenden Bürgermeister Frank Hix in der Ausgabe des Marktspiegels am 13. Februar.

Seit meinem Ausscheiden als Bürgermeister vor vier Jahren habe ich zu tagespolitischen Fragen unserer Stadt geschwiegen. Die Darstellung der aktuellen schwarz-grünen Gestaltungsmehrheit und das Schweigen des SPD-Fraktion zwingen mich nun zu einer Stellungnahem.

1. Die immer wieder verbreitete Behauptung, die "Stadt sei bereits 2008 pleite gewesen" weise ich zurück. In den 12 Jahren meiner Amtszeit wurden alle meine Haushaltsvorschläge von der Stadtverordnetenversammlung mit großer Mehrheit, teilweise sogar einstimmig, gebilligt, von der Kommunalaufsicht genehmigt und von den Rechnungsprüfern nicht beanstandet!

Die nötigen Investitionen in die kurörtliche Infrastruktur wurden vom Land Hessen finanziell mit Millionenbeträgen unterstützt! 2. Die Behauptung, Investitionen seien leichtsinnig vorangetrieben worden, ist falsch. Ich darf an den Beginn meiner Amtszeit 1997 erinnern: Der damalige Minister Seehofer hatte mit seiner sogenannten "Gesundheitsreform" den Kurorten große Verluste beschert. BSA verlor 35 Prozent seines Umsatzes, zwei Kliniken schlossen, hunderte Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz, die Kurbetriebe mussten von der Stadt mit siebenstelligen Beträgen gerettet werden.

Im alten Kurpark stand ein Kurhotel, das jährlich über 200.00 Euro Gesamtverlust einfuhr, die in die Jahre gekommene Veranstaltungshalle begrüßte ihre maximal 400 Besucher schon im Eingang mit dem Geruch aus den Toiletten. Das daneben stehende alte Kurmittelhaus war eine Bauruine! Das Gradierwerk, das Wahrzeichen unserer Stadt war marode, nicht mehr standsicher und wie sich herausstellte völlig morsch.

Das alte Solebad litt unter zurückgehenden Besucherzahlen, die Becken waren undicht, die Anlagen dringend sanierungsbedürftig! Das war nur ein Teil der Probleme. Wir haben uns dann auf den Weg gemacht, unsere Infrastruktur mit Hilfe des Landes und der EU zu sanieren. Den Rückkauf des Eigentums an den Solequellen, die Schaffung eines Heilquellenschutzgebietes und die erfolgreiche Prädikatisierung als Heilbad schaffen der Stadt einen bis heute vorbildlichen Rechtsrahmen.

Keine der Investitionen wurde leichtsinnig getätigt, es wurden die Grundlagen geschaffen, dass unsere Stadt auch heute noch zu den sieben führenden Bädern Hessens gehört. Der Bürgermeister stellt richtig fest, dass über 1.000 Menschen in diesen Strukturen Arbeit finden. Ohne die großen Anstrengungen privater Investoren hätte unsere Anstrengungen nicht gereicht. Allein die Familie Eymer hat in den letzten 15 Jahren über 30 Millionen Euro investiert, drei große Objekte saniert oder wie mit dem Hotel durch Neubauten ergänzt.

Über 250 Arbeitsplätze wurden ohne jede staatliche Hilfe neu geschaffen.

Ich bin dafür sehr dankbar!

Ronald Gundlach,

Bügermeister a. D.

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