10 Kilo Geschichte

Fürstenhagen. Wahrlich schwere Literatur hat Walter Ziegler mit seiner Chronik über Fürstenhagen zu bieten, denn die ist ganze zehn Kilo schwer.Sei

Fürstenhagen. Wahrlich schwere Literatur hat Walter Ziegler mit seiner Chronik über Fürstenhagen zu bieten, denn die ist ganze zehn Kilo schwer.

Seit 50 Jahren sitzt der gebürtige Fürstenhagener nun schon an dem Werk. Allerdings nicht allein. Bereits zehn andere Autoren haben an dem Werk mitgewirkt.

Kein Ende in Sicht

"Abgeschlossen wird die Chronik allerdings nie sein, sondern man wird sie immer weiter schreiben und neue Aspekte hinzufügen", so Ziegler. Und weiter: "natürlich können auch Fehler in der Chronik vorhanden sein, doch da man jede Seite einzeln herausnehmen kann, können die Fehler so einfach und unkompliziert korrigiert werden."

Der Gedanke für die Chronik kam ihm, nachdem er die Festschrift zur 650 Jahrfeier in die Hände bekommen hatte.

"Eigentlich hätte ich die Chronik gern für die 675-Jahrfeier fertig gehabt, doch wenn man noch im Berufsleben steht, dann hat man zu wenig Zeit, also wollte ich sie zur 700-Jahrfeier erstellen", sagt Walter Ziegler. Doch es kam anders. Die offizielle Chronik zum 700. Jubiläum kam nicht von ihm, er stellte allerdings eine Menge Unterlagen zur Verfügung, denn in den 50 Jahren hatte Ziegler eine Vielzahl an Dokumenten zusammengetragen und die Quellen überprüft. Stolz ist er aber auch auf die über 800 Bilder und Fotografien in der Chronik.

"Die Leute wollen natürlich sehen, wie es mal aussah, daher wollte ich entsprechend viele Bilder unterbringen. Die Neugier für die örtliche Geschichte erweckte der Landgraf bei Ziegler. Denn der sollte angeblich in Fürstenhagen genächtigt haben. Doch seine Nachforschungen ergaben, dass dieser nur in Lichtenau sein Quartier aufschlug und nicht eine Nacht in Fürstenhagen verbrachte.

Trotz der Enttäuschung war der geschichtliche Jagdtrieb bei Ziegler geweckt. Inzwischen verfügt er über eine große Sammlung von Gegenständen aus der Geschichte des einst eigenständigen Ortes.

Ziegler selbst würde gern mit seiner Sammlung ein Heimatmuseum in Fürstenhagen eröffnen, doch es fehlt dazu an finanziellen Mitteln um die Ausstellungsstücke entsprechend zu präsentieren.

Bis es mit dem Heimatmuseum klappt, wird Ziegler auch weiterhin an der Chronik arbeiten.

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