Klima war das Thema der Jungen Bürgerversammlung in Eschwege

Junge Bürgerversammlung in Eschwege
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Junge Bürgerversammlung in Eschwege

Rund 80 Besucher kamen zur Bürgerversammlung über Klimaschutz vor der Haustür ins E-Werk .

Eschwege. Rund 80 Bürgerinnen und Bürger kamen am vergangenen Donnerstag zur ersten Jungen Bürgerversammlung ins Eschweger E-Werk. Eingeladen hatte der Stadtverordnetenvorsteher Claus Hamp, vorbereitet wurde die Versammlung in Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Rund 20 Jugendliche oder junge Erwachsene waren unter den Gästen der Versammlung zum Thema Klima.

Viele Fachleute anwesend

Der Bürgermeister Alexander Heppe und Stadtverordnetenvorsteher Claus Hamp hielten die Begrüßungsreden. Anwesend waren außerdem der erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann, der Wirtschaftsförderer der Stadt Eschwege, Wolfgang Conrad, einige Stadtverordnete verschiedener Fraktionen, Mitarbeiter der Stadtverwaltung und Mitarbeiter der Stadtwerkewerke und des Bauhofes In fünf Arbeitsgruppen wurden Ideen für den Klimaschutz gesammelt und in der zweiten Phase des Abends konnten die Anwesenden abstimmen, welche Vorschläge ihnen am wichtigsten erschienen.

Vorschläge zum Klimaschutz

Viel Zustimmung erhielten zum Beispiel die Ideen der Einführung einer papierlosen Verwaltung, die Verstärkung der Stadtbegrünung und das Verbot von Steingärten. Es wurde vorgeschlagen, einen Wildbienenpark anzulegen und die städtischen Flächen aufzuforsten.

Die Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit und eine Senkung der Preise für den öffentlichen Personennahverkehr waren weitere Anregungen. Vorschläge waren auch: Stromsparen durch das Abschalten der Beleuchtung in Geschäften nach Ladenschluss oder Unverpackt-Läden organisieren. Außerdem wünschten sich die Anwesenden das Thema Klimawandel in den Lehrplan an den Schulen aufzunehmen. Die Ergebnisse der Abstimmung wird den zuständigen Stellen weiter gegeben.

Kommentar von Elisabeth Bennighof: Chance vertan?

Zielgruppe der Jungen Bürgerversammlung sollten Jugendliche und junge Erwachsene sein, die sich für das Thema Klimaschutz interessieren. Schaute man sich aber unter den Besuchern um, so waren die über 30-Jährigen deutlich in der Mehrzahl. Von den rund 20 jüngeren Menschen waren mindestens zehn Mitglieder des Organisationsteams. Wo waren die jungen Leute, die sich zum Beispiel bei den Friday for Future Demonstrationen versammelt haben? Wieso wurde von nur so wenigen diese Veranstaltung, in der man die Möglichkeit hatte, mit den Verantwortlichen der Stadt ins Gespräch zu kommen, Kritik zu üben, Forderungen zu stellen oder Vorschläge zu machen und sich aus erster Hand zu informieren, so schlecht angenommen?

Von Seiten der Stadtverwaltung war die Veranstaltung sehr gut vorbereitet und auch die Organisatoren erfüllten ihre Aufgaben gut. Viele Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung waren anwesend und wollten sich die Vorschläge der jüngeren Generation anhören. Wurde die Veranstaltung nicht genug oder auf dem falschen Weg angekündigt, so dass die Zielgruppe nichts von erfahren hat, oder reicht das Interesse am Thema Klima nicht so weit, um einen Donnerstagabend zu opfern? Ich weiß keine Antwort auf diese Frage und finde es schade, dass diese Möglichkeit von nur so wenigen Jugendlichen genutzt wurde.

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