Klinikum Werra-Meißner

Von LARS WINTERAus zwei mach eins: Verschmelzung der beiden Krankenhausgesellschaften in Eschwege und Witzenhausen Werra-Meiner. Rckwirk

Von LARS WINTER

Aus zwei mach eins: Verschmelzung der beiden Krankenhausgesellschaften in Eschwege und Witzenhausen

Werra-Meiner. Rckwirkend zum 1. Januar 2010 verschmelzen die Kreis- und Stadtkrankenhaus Witzenhausen GmbH und die Kreiskrankenhaus Eschwege GmbH zu einer Gesellschaft. Der neue Name: Klinikum Werra-Meiner GmbH.

Landrat Stefan Reu, Christoph Maier (Geschftsfhrer der Gesundheitsholding Werra-Meiner) und Witzenhausens Brgermeisterin Angela Fischer stellten das neue Konstrukt vor.

Wichtige Effekte, die sich die Verantwortlichen von der Verschmelzung versprechen, sind:- eine grere Marktmacht und eine bessere Verhandlungssituation gegenber den Krankenkassen in Budgetverhandlungen

- eine einfachere Abrechnung von Patienten, die zwischen den beiden Betriebssttten in Eschwege und Witzenhausen verlegt werden (bisher musste ein Patient, der beispielsweise von Witzenhausen nach Eschwege verlegt wurde, erst in Witzenhausen entlassen und dann in Eschwege neu aufgenommen werden. Dieser Verwaltungsaufwand entfllt mit der Verschmelzung)

- eine gesicherte Abrechnung von Leistungen, die erst ab Erreichen von Mindestmengen von den Krankenkassen vergtet werden

- eine hhere Attraktivitt als Arbeitgeber fr rzte

- Ausdehnung der Bezeichnung Akademisches Lehrkrankenhaus auf das Witzenhuser Krankenhaus (Eschwege ist bereits Lehrkrankenhaus der Uni Gttingen)

- Schaffung standortbergreifender medizinischer Strukturen mit Schwerpunktbildung und gegenseitiger Ergnzungsfunktion beider Betriebssttten im Leistungsangebot.Zweckverband wird aufgelstWie bisher bleibt die Gesundheitsholding Werra-Meiner die Muttergesellschaft der Unternehmensgruppe. Zum 31. Dezember soll der Zweckverband Kreis- und Stadtkrankenhaus Witzenhausen aufgelst werden, vorausgesetzt Kreistag und Stadtverordnetenversammlung Witzenhausen stimmen zu.

Der Zweckverband wurde 1950 gegrndet und dessen eigentlicher Zweck, das Betreiben eines Krankenhauses ist seit 2004 hinfllig, da die Gesundheitsholding seitdem die Krankenhuser betreibt.

An Stelle des Zweckverbandes beteiligt sich die Stadt Witzenhausen an der Gesundheitsholding. Nach der Auflsung des Zweckverbandes wird die Stadt Witzenhausen 13,33 Prozent der Anteile an der Gesundheitsholding und 0,8 Prozent an der Klinikum Werra-Meiner GmbH halten.

Der Werra-Meiner-Kreis hlt dann 86,66 Prozent an der Gesundheitsholding und 5,2 Prozent an der neuen Klinikum GmbH. Die restlichen 94 Prozent am Klinikum Werra-Meiner hlt die Gesundheitsholding.

In Euro: Das Stammkapital der Gesundheitsholding betrgt 600.000 Euro. davon entfallen auf den Kreis 520.000 und auf die Stadt Witzenhausen 80.000 Euro. Das Stammkapital der neuen Klinikum GmbH betrgt 150.000 Euro. Hier ist die Gesundheitsholing mit 141.000, der Kreis mit 7.800 und die Stadt Witzenhausen mit 1.200 Euro beteiligt. Gremien verschlankenWitzenhausens Brgermeisterin Angela Fischer begrt die Neuaufstellung: Wir von der Stadt haben viel Vertrauen in die Verschmelzung, denn sie garantiert nicht nur eine besser medizinische Versorgung sondern gibt auch Sicherheit fr den Standort. Trotz des geringen Anteils der Stadt an der neuen GmbH sieht Fischer das Mitspracherecht Witzenhausens nicht gefhrdet: Wir werden mit im Aufsichtsrat und der Gesellschafter-Vertretung sitzen.

Im Zuge der Verschmelzung wird es zu einer Vereinfachung und Verschlankung der Gremien kommen. Unter anderem werde der Aufsichtsrat verkleinert, so Landrat Stefan Reu. Wir sollten die Gremien so klein wie mglich halten, fordert Fischer.

+++Zwischenruf von LARS WINTER+++

Vertrauen schaffen

Vorausgesetzt Kreistag und Witzenhausens Stadtverordnete stimmen zu, werden mit der Verschmelzung und der anstehenden Auflsung des Zweckverbandes die Weichen fr eine hoffentlich gesicherte Zukunft fr beide Standorte des neuen Klinikums Werra-Meiner gestellt. Die Krfte zu bndeln, um eine bessere Verhandlungsposition gegenber Krankenkassen zu haben, aber auch, um endlich dieses schwer zu durchschauende Geflecht an Gremien zu verschlanken, ist nicht nur notwendig, sondern auch berfllig. Das Konstrukt der Vergangenheit zu vereinfachen, damit auch der normale Brger durchblicken kann, wer was wie zu entscheiden hat, muss im Sinne der Verantwortlichen liegen. Wer Transparenz bietet, der schafft Vertrauen und somit die Basis fr eine hohe Akzeptanz der zu treffenden Entscheidungen in der Bevlkerung.

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