Klinikum Werra-Meißner implantiert kleinstes EKG der Welt

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Werra-Meißner. Das Gerät ermöglicht eine schnellere und adäquatere Therapie.

Werra-Meißner. Die Fachabteilung Kardiologie des Klinikums Werra-Meißner unter Leitung von Privat Dozent Dr. med. Peter Schott hat erfolgreich als eine der ersten Kliniken einem Patienten in Deutschland das kleinste EKG der Welt eingesetzt.

Der Eingriff erfolgte bei einem Patienten mit starken Herzrhythmusstörungen. Der Mini-Herzmonitor dient zur Langzeitüberwachung und unterstützt Ärzte bei der Diagnose von Herzrhythmusstörungen. "Das Mini-EKG-System ermöglicht uns über Jahre hinweg, unsere Patienten kontinuierlich und drahtlos zu überwachen. Tritt eine Arrhythmie auf, so können wir nun viel schneller als bisher eine Diagnose stellen und auch eine adäquate Therapie einleiten.", so Chefarzt PD Dr. med. Peter Schott. Der Patient kann mit dem Gerät ein ganz normales Leben führen. Ist die Ursache seiner Herzrhythmusstörung gefunden, wird das Gerät in einer kleinen, kurzen OP wieder entfernt.

Eingesetzt wird das Mini-EKG bei Patienten mit Symptomen wie Schwindel, Palpitationen (Herzstolpern), Ohnmachtsanfällen und Brustschmerzen, welche also auf eine Herzrhythmusstörung hinweisen – aber auch für Patienten mit einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern, mit all seinen möglichen Folgen wie beispielsweise Schlaganfall unbekannter Ursache. Mit einem kleinen Schnitt von weniger als einem Zentimeter in den oberen linken Brustbereich bringt der Implanteur das kleine drahtlose EKG direkt unter die Haut ein. Das Auge sieht das Gerät so gut wie nicht.

Der Mini-Herzmonitor ist nur ein Drittel so groß wie eine AAA-Batterie und mehr als 80 Prozent kleiner als andere implantierbare EKG-Geräte. Drei Jahre lang können Ärzte das Herz ihrer Patienten überwachen. Neben seiner Möglichkeit des drahtlosen Langzeit-Monitorings ermöglicht das System auch das Fernmonitoring. Der Arzt wird automatisch benachrichtigt, wenn beim Patienten zwischen zwei regulären Arztterminen bedeutsame kardiale Ereignisse auftreten. So können praktisch von jedem Ort der Welt aus die diagnostischen Daten des Implantats übermittelt werden.

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