Kreative Rezepte gegen Schrumpfung

Erste Zwischenbilanz bei ,Region schafft ZukunftVon HEIDI TRAEGERErmschwerd. In der vergangenen Woche luden Landrat Stefan Reu sowie Sabi

Erste Zwischenbilanz bei ,Region schafft Zukunft

Von HEIDI TRAEGER

Ermschwerd.In der vergangenen Woche luden Landrat Stefan Reu sowie Sabine Wilke vom Verein fr Regionalentwicklung dazu ein, sich im Schloss Ermschwerd ber Stand und Perspektiven im Rahmen des Modellvorhabens Region schafft Zukunft zu informieren. Das Modellvorhaben, das innerhalb von 18 Monaten etwa eine Million Frdergelder in den Werra-Meiner Kreis bringt, verdankt seine Existenz der unerfreulichen Tatsache, dass der Kreis auf der bundesweiten Liste der sogenannten schrumpfenden Gemeinden einen Spitzenplatz belegt. Darum wurde der Werra-Meiner Kreis vom Bund auch zu einer von nur zwei westdeutschen Modellregionen ernannt, in der mit Hilfe verschiedener Projekte richtungsweisende Perspektiven, Strategien und Handlungskonzepte entwickelt und erprobt sowie bis zum Frhjahr 2011 in einem Masterplan dokumentiert werden sollen.

Wie Dr. Hans-Peter Gatzweiler vom Bundesinstitut fr Bau-, Stadt- und Raumforschung in seinem Einfhrungsvortrag vor voll besetztem Saal ausfhrte, verspricht sich die Regierung vom sogenannten Masterplan Daseinsvorsorge nachhaltige Wirkungen im ausfhrenden Raum und Anste fr eine neue Politikgestaltung. Sowohl Regierungsprsident Walter Lbcke als auch Landrat Reu und erster Kreisbeigeordneter Henry Thiele betonten, dass die Krise durchaus Chancen berge. Thiele wies darauf hin, dass die neuerdings vom Bund geforderte interdisziplinre Zusammenarbeit im Kreis bereits seit Jahren praktiziert werde und prophezeite: Wir werden Kompetenzregion, denn wir entwickeln bereits jetzt Strategien zum Gegensteuern und zur Anpassung. Reu lobte das Brgerengagement im Kreis und verwies auf die Vielzahl der Projekte, die in krzester Zeit und wunderbar reibungslos ins Leben gerufen seien. Unter dem Motto Mittendrin statt auen vor beschftigt sich eine Projektgruppe mit drei Arbeitskreisen mit Fragen rund um Soziale Infrastrukturen, Kultur und Bildung sowie Siedlungsflchen und Erreichbarkeiten. Ilona Friedrich, Henry Thiele und Ursula Baumgrtel-Blaschke stellten die Arbeitsgruppen vor, in denen zum einen fr verschiedene Bereiche eine Datenbasis als Grundlage genauer Prognosen erarbeitet wird (Anzahl Demenzerkrankter, Leerstandkataster etc.) und zum anderen bereits konkrete Manahmen umgesetzt werden.

Am Wettbewerb Nah dabei, dessen Ziel es war, neue Rume der Begegnung fr alle Generationen zu schaffen, beteiligten sich 20 Projekte (ExWoST), sechs davon wurden ausgezeichnet und bekamen zusammen 171.000 Euro Preisgeld. Insgesamt flossen 600.000 Euro in die 20 Projekte. Weitere 130.000 Euro gingen an fnf Projekte (MORO), die sich unter dem Motto Zukunft im Fokus mit Energiefragen beschftigen. Vier unterschiedliche Projekte wurden konkret vorgestellt. Der Lenkungskreis Schloss Ermschwerd berichtete von der Entwicklung des Schlosses zum Haus der Generationen und dass der Einbau des Fahrstuhls begonnen hat. Ute Simon und Irma Bender stellten Plne zur Entwicklung der Kindertagessttten zu Familienhusern vor, Michael Kluger will Unternehmen fr die demographische Entwicklung sensibilisieren und Anne-Marie Truniger berichtete vom erfolgreichen Umzug des Schachtelhalm e.V. in die Hauptstrae und die Ausstattung des Ladengeschfts mit einer Kche. Infos unter: www.vfr-werra-meissner.de und www.region-schafft-zukunft.de

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