Kreis wird Modellregion in Sachen Gesundheitsnetz

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Werra-Meißner. Der Kreis und der Verein für Regionalentwicklung haben sich erfolgreich für den Aufbau eines regionalen Gesundheitsnetzes beworben.

Werra-Meißner. Das Hessischen Sozialministerium hat den Werra-Meißner-Kreis zusammen mit drei weiteren Regionen als Modellregion zum Aufbau eines regionalen Gesundheitsnetzes ausgewählt. "Wir haben es erneut geschafft, uns als Modellregion durchzusetzen", freut sich Landrat Stefan Reuß über den Zuschlag aus Wiesbaden. Immerhin hatte es 22 Bewerbungen gegeben und nur 4 Regionen wurden ausgewählt.

Ziel des Projektes ist, eine ausreichende und auch zumutbare medizinische Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen. Diese muss zukunftsfähig strukturiert und die Grenzen der Betreuungssysteme zwischen ambulanter und stationärer Versorgung müssen neu aufeinander abgestimmt werden. Dazu ist ein gutes Netzwerk der regionalen Partner aus den Bereichen der Alten-, Sozial- und Gesundheitsplanung notwendig.

Die Akteure der Pflege, ÄrzteInnen, Kliniken, Seniorenheime, Selbsthilfegruppen, Familienzentren und der medizinischen Therapieangebote müssen gemeinsam innovative Lösungen zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum entwickeln. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der damit zunehmenden Überalterung ist es erforderlich, die bereits vorhandenen Strukturen weiter auszubauen, gut zu vernetzen und gemeinsam neue Wege zu gehen.

Zur zügigen Umsetzung des Projektes ist es geplant im Januar 2014 ein erstes Arbeitsgespräch mit dem Ministerium zu führen. Anschließend soll der Aufbau des regionalen Gesundheitsnetzes Werra-Meißner sofort beginnen. Der erste Schritt ist die Einrichtung einer Koordinierungsstelle. Schwerpunkt im ersten Projektjahr ist dann die Analyse der vorhandenen Strukturen in der Gesundheitslandschaft des Werra-Meißner-Kreises.

Zur Umsetzung wird dazu mit externen Partnern, in Abstimmung mit den regionalen Akteuren, eine Bedarfsuntersuchung durchgeführt werden. Für die Durchführung und Begleitung wird das Projektmanagement mit der Koordinationsstelle die Federführung haben.

Ziel ist, im ersten Jahr das Netzwerk für eine interdisziplinäre regionale Alten-, Sozial- und Gesundheitsplanung zu initiieren und zum Gesundheitsnetz auszubauen.

Schwerpunkt im zweiten Projektjahr ist der weitere Aufbau und die Verstetigung des regionalen Gesundheitsnetzes, besonders die Umsetzung von Projekten mit Modellcharakter. Um keine Insellösungen zu schaffen, sollen die modellhaft erprobten Projekte stets auf die gesamte Region übertragbar sein. Mit der Wahrnehmung dieser Aufgaben soll der immer stärker werdende und vom Gesetzgeber ständig weiterentwickelte Vernetzungsprozess zwischen ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen begleitet und auf den Versorgungsbedarf des Werra-Meißner-Kreises ausgerichtet werden.

Das regionale Gesundheitsnetz Werra-Meißner soll nach Ablauf der Förderung in der Region fest verankert und weiterentwickelt werden.

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