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Demografiebericht 2009: Brgermeister legt Konzept fr Sontras Zukunft vor Von Helga WernhardtSontra/Werra Meiner. Politik und

Demografiebericht 2009: Brgermeister legt Konzept fr Sontras Zukunft vor

Von Helga Wernhardt

Sontra/Werra Meiner. Politik und Wirtschaft mssen rechtzeitig auf das Phnomen der lter werdenden Gesellschaft reagieren. Und selbstverstndlich etwas fr die Jungen tun Damit es in unserer Region bunt und lebendig bleibt. Mit diesen optimistischen Worten leitete Landrat Stefan Reu im Brgerhaus Sontra die Vorstellung des aktuellen Demografieberichtes fr den Werra-Meiner-Kreis ein.Wir berichteten im EXTRA TIP, dass im Werra-Meiner-Kreis 1986 rund 170.000 Menschen lebten.Diese Zahl ist jedoch falsch. Der Demografiebericht 2009 besagt, dass die Bevlkerung im Jahr 1996 mit 117.000 Menschen ihren Hhepunkt erreichte und bis zum heutigen Tage auf 107.000 gefallen ist.Abnehmende Tendenz auch in Sontra: In den letzten fnf Jahren sind hier die Geburten von 76 auf 47 gefallen, stellte Brgermeister Karl-Heinz Schfer fest. Wenn man diese Kurve weiter verfolgt, kann man erkennen, dass die aktuelle Einwohnerzahl Sontras von 8.364 in den nchsten zehn Jahren auf 7.776 Menschen schrumpfen wird.

Da die Menschen dem gegenber immer lter werden, bedeute: Weniger junge Menschen stnden zuknftig mehr lteren gegenber. Hinzu kme, dass die Abwanderungsquote hher sei als die der Zuwanderung. Dies liege daran, dass andernorts, besonders in Grostdten und Ballungsgebieten, mehr Arbeits- und Ausbildungspltze angeboten wrden. Schfer: 300 unserer Schulabgngerinnen und -abgnger gehen fort. Alarmierend sei auch die sinkende Zahl der Erstklssler in Sontra: Gab es im Einschulungsjahr 2001/02 noch 70 ABC-Schtzen, werden es voraussichtlich im Jahr 2015/16 nur noch 40, wenn nicht noch weniger sein, prognostizierte der Brgermeister.Fr Schfer sind dieses Zahlen jedoch nicht unbedingt schockierend: Wir haben uns schon lange mit dem Phnomen des demografischen Wandels beschftigt. Die Herausforderung fr die Kommunalpolitik ist, die Situation zu stabilisieren.Unter dem Motto Nicht klagen sondern handeln stellte Schfer die Bereiche vor, die der knftigen Bevlkerungsstruktur angepasst werden mssen. - Kinder, Jugend und Familie: Hier sollen weiterhin Angebote geschaffen und ausgebaut werden; - Senioren: Die innerrtliche Infrastruktur wie Einkauf, Dienstleistung oder barrierefreies Wohnen muss gefrdert werden; - Wirtschaft: Der rtliche Handel muss sich den sich verndernden Kufergruppen anpassen und vermehrt Angebote auf den Tagestourismus zuschneiden;- Kultur und Bildung: Stehen in Zusammenhang mit Lebensqualitt fr Brger und Touristen. - Fr alle Bereiche ist weiterhin die Entwicklung der Verkehrs-Infrastruktur mit ffentlichem Nahverkehr wichtig.Durch die interkommunale Zusammenarbeit der Gemeinden Sontra, Herleshausen und Nentershausen befinden wir uns auf einem guten Weg, so Schfer. Wenn die Verwaltung abspeckt, kann beispielsweise in soziale Projekte investiert werden. Konkrete Schritte fr die Lebensqualitt wrden bereits in den Projekten des Stadtumbaus umgesetzt. Auch die Verkehrsanbindung zum neuen Stadtbahnhof Eschwege werde in naher Zukunft optimiert. Auerdem wird sich innerhalb des krzlich verabschiedeten Regionalplanes Werra-Meiner Einiges entwickeln, uerte sich Schfer zum Thema Investoren und regenerativer Energie. Chancen fr Zuwanderung knnte die Stadt Sontra im Zuge der Erweiterung des ,Speckgrtels um das Oberzentrum Kassel sehen. Hier kann man gut und gnstig wohnen, ergnzte Landrat Stefan Reu die Ausfhrungen Schfers. Und das soll auch in Zukunft so bleiben.Der komplette Demografiebericht Werra-Meiner liegt im Brgerbro Sontra aus.

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