Leicht zu haben - schwer gefährlich

"Research Chemicals” sind die "legalen” Drogen aus dem Internet – Infoabend der Suchthilfe im Eschweger RathausEschwege. Bunt in Tütc

"Research Chemicals” sind die "legalen” Drogen aus dem Internet – Infoabend der Suchthilfe im Eschweger Rathaus

Eschwege. Bunt in Tütchen verpackt mit Namen wie "Yama" oder "Angel" sehen sie harmlos aus – ihre Nebenwirkungen sind allerdings unberechenbar: synthetische Drogen, sogenannte "Legal Highs" sind die "legalen" Drogen aus dem Internet.

Die Konsumenten sind meist Jugendliche und rauchen, schlucken oder schniefen die Produkte zu Rauschzwecken.

Sie werden als Badesalze, Lufterfrischer oder Räuchermischungen verkauft und enthalten Betäubungsmittel oder ähnlich wirkende chemische Inhaltsstoffe sowie synthetische Cannabinoide, also dem Haschisch-Wirkstoff THC verwandte Stoffe. Und der Markt ist groß: bis zu 50 neue Substanzen mehr werden jährlich allein in Europa angeboten, Tendenz steigend. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) in ihrem Jahresbericht 2011.

Die Folgen eines Rausches sind teilweise schwer oder sogar lebensgefährlich: nach Angaben des BKA wurden Fälle aus ganz Deutschland bekannt, in denen die Konsumenten mit Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall, bis hin zu drohendem Nierenversagen notfallmedizinisch behandelt werden mussten.

Designerdrogen – wo entstehen diese Produkte und was ist da eigentlich drin? Wer vertreibt "Legal Highs" und wer konsumiert sie? Welche gesundheitlichen Risiken bergen diese für Kinder und Jugendlichen leicht zugänglichen Drogen?Diesen und weiteren Fragen wird Thomas Graf, Diplomsozial-Pädagoge von der Fachstelle für Suchtprävention Stadtallendorf, am Donnerstag, 31. Januar, in dem Vortrag zum Thema "Research Chemicals – die neuen "legalen" Drogen aus dem Internet" nachgehen. Beginn ist um 19.30 Uhr im Rathaussaal Eschwege.Eintritt frei. Um formlose Anmeldung bei der Fachstelle für Suchthilfe und Prävention unter Tel.: 05651/3394296 wird bis zum 25. Januar gebeten.

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