Leserbriefe zum Thema IGS: ,Riesen-Hürde des Landes unüberwindbar’

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Weitere Stimmen zum Ergebnis der Elternbefragung zu einer Gesamtschule in Münden (IGS):Der Stadtelternrat dankt allen Eltern und Lehrern, die sich an

Weitere Stimmen zum Ergebnis der Elternbefragung zu einer Gesamtschule in Münden (IGS):

Der Stadtelternrat dankt allen Eltern und Lehrern, die sich an der Befragung und an deren Vorbereitung beteiligt haben. Er bedauert jedoch, dass den Eltern weiterhin die Möglichkeit vorenthalten wird, ihre Kinder in Münden auf eine Gesamtschule zu schicken. Münden hat die Chance verpasst, den Anschluss an ein zeitgemäßes Bildungssystem zu erhalten. Damit verarmt die Region weiter, Münden fällt nun noch deutlicher hinter vergleichbare Städte zurück.Die Gründe sind vielfältig, aber zunächst ist gerade im ländlichen Bereich die von der Landes­regierung aufgestellte Riesen-Hürde einer Fünfzügigkeit praktisch nicht zu überwinden. Sie wurde bewusst so hoch gehängt, um neue Gesamtschulen zu verhindern. Auch keine der weiter­führenden Schulen vor Ort würde diese Hürde schaffen, selbst das Gymnasium erreicht gerade noch eine 4-Zügigkeit. Was rechtfertigt also diese Verhinderungspolitik? (...)Für Verwunderung sorgten die diffamierenden Äußerungen der Schulleitung des Grotefend-Gymnasiums über das pädagogische Konzept der Gesamtschule. Es verrät wenig Selbstvertrauen und folgt auch nicht der in der Lehrer-Resolution selbst aufgestellten Forderung nach fairem Meinungsaustausch.  Wir verstehen nicht, warum das GGM solch eine panische Angst vor einem freien Wettbewerb der Schulkonzepte hat, statt sich auf einen starken Partner zu freuen, der ihm neue Schüler für die Oberstufe zuführt"  fragen sich viele Eltern.Dennoch: Betrachtet man die Zahlen für Münden und Dransfeld, so ergibt sich ein deutliches Bild: Von 584 gültigen Stimmen waren 307 für eine IGS und nur 277 für das alte dreigliedrige System. Bei jeder Bundestagswahl wäre solch ein Ergebnis eindeutig:  53 Prozent für die neue Schulform und 47 Prozent für das alte System. Und würde man noch die Randlage Mündens im Landkreis berück­sichtigen, dessen schulisches Einzugsgebiet traditionell weit in den hessischen Raum hineinragt, dann wäre sogar die 5-Zügigkeit realistisch.Dieses Ergebnis sollte der Politik Ansporn sein, den dokumentierten Elternwillen ernst zu nehmen und die von der Mehrheit der Eltern gewünschte Schulform nach der Landtagswahl erneut auf die Agenda zu setzen."Mündener Eltern dürfen nicht zu Eltern zweiter Klasse degradiert werden: Sie müssen ebenso wie Eltern in Bovenden oder Duderstadt, frei die Schulform ihrer Kinder wählen dürfen."

Hartmut Teichmann,Vors. des Stadtelternrates

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"Wir haben in Hann. Münden eine ausgezeichnete Schullandschaft, so Wegener der selbst Berufsschullehrer ist. Diese im Sinn von Lehrern, Eltern und Schülern weiter zu entwickeln, muss Aufgabe aller Gremien sein. Eine IGS  ist dafür nicht erforderlich. Wir müssen uns in unserer Stadt für die Zukunft aufstellen und schulische Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen. Hierzu gehört ein qualitativ hochwertiges Nachmittagsangebot mit warmer Mittagsverpflegung. Wegener der im Auftrag der Landesschulbehörde auch für die Mündener Schulen zuständig ist, möchte hier seine positiven Erfahrungen aus anderen Schulen im Landkreis einbringen. Diese Veränderungen von Gewohnheiten verlangen eine hohe Akzeptanz aller Beteiligten. Besonders im Hinblick auf die psychische Belastung im Lehrerberuf ist dies zu beachten, so Wegener der auch Fachkraft für Gesundheitsmanagement ist.

Harald Wegener,Direktkandidat Freie Wähler

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