Lesermeinung: Reine Spekualtion und falscher Ökowahn

+

Leserbrief zum Kommentar im Extra Tip vom 11. August "Kampf gegen Windmühlen" und zum Artikel "Antrag eingereicht – Freiherr von Ber

Leserbrief zum Kommentar im Extra Tip vom 11. August "Kampf gegen Windmühlen" und zum Artikel "Antrag eingereicht – Freiherr von Berlepsch will Windpark bauen".Dass Freiherr von Berlepsch die Region mit seinem Schloss voran bringen will ist löblich. Warum er dazu einen Windpark braucht ist nicht ersichtlich. Würde er die 20.000.000 Euro direkt in sein Schloss stecken, könnte er vermutlich zwei Schlösser bauen oder sanieren. Der Windpark ist also nur vorgeschoben, um die ganze Sache schön aussehen zu lassen.Woher nehmen Sie die Zahl, dass das "schriftliche Vorgeplänkel" hunderttausende schluckt? Sicher kostet das Geld, aber im Vergleich zu den gezahlten Subventionen sind das Peanuts! Die Subventionen sind es, die unsere Stromrechnung in die Höhe treiben. Dazu wird noch nicht einmal CO2 eingespart und Windparks in unserer Region arbeiten nicht profitabel. Das kann jeder ganz einfach recherchieren. Wir haben hier nicht genügend Wind!"Die Stadt Witzenhausen zu 100 Prozent erneuerbarer Energie versorgen" ist ein ehrgeiziges Ziel. Fakt ist, dass Windkraftanlagen in Nordhessen nur zu ca. 16 Prozent ihrer Nennleistung an Strom produzieren. Die Grünen im Kreis wollen die "Lücken" mit Hackschnitzeln und Biomasse schließen. Das Problem bei der Sache ist nur, dass wir auf Dauer gar nicht so viel "Ökobrennstoff" beschaffen können.Was sagt das produzierende Gewerbe in Witzenhausen, wenn das Licht aus geht?Das wir in 10 bis 20 Jahren ausreichend Speichermöglichkeiten für EEG-Strom haben ist reine Spekulation. Seinerzeit hat man sich auch darauf verlassen, dass wir in absehbarer Zeit ein Endlager für Atommüll haben. Das Ergebnis ist bekannt. Solange wir den Wind- und Solarstrom nicht massenhaft speichern können, darf kein unkontrollierter Ausbau der Anlagen stattfinden!Es sollen nebenbei auch unsere schönsten Wälder (z. B. Reinhardswald und Kaufunger Wald) zerstört werden, soweit sind wir schon mit "unserem" falschen Ökowahn. Windindustrieanlagen in Naturparks, dass ist schon ein Widerspruch in sich. Es müssen definitiv Alternativen her, wirkliche Alternativen. Die Menscheit muss sich aber im Klaren darüber sein, dass man das nicht mit unüberlegten Hauruck-Aktionen bewerkstelligen kann.Reinhold Messner hat einst gesagt: "Alternative Energiegewinnung ist unsinnig, wenn sie genau das zerstört, was man eigentlich durch sie bewahren will: die Natur."Dem schließe ich mich an!Alexander MeywirthMitglied der BI PRO Hirschberg – Kaufunger Wald

Lesen Sie hier den zweiten Leserbrief "Windtrüme treiben Keil druch die Gesellschaft".

Und hier den Artikel "Antrag eingereicht".

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Das Corona-Impfzentrum für den Landkreis wird in Eschwege entstehen

In der Sporthalle des Oberstufengymnasiums in Eschwege wird das Impfzentrum des Landkreises eingerichtet.
Das Corona-Impfzentrum für den Landkreis wird in Eschwege entstehen

Großalmerodes Unternehmen wollen zusammenarbeiten

Gemeinsames frühstücken soll Großalmerodes Unternehmer näher zusammenbringen
Großalmerodes Unternehmen wollen zusammenarbeiten

Hessisch Lichtenau schafft viele neue Kindergarten- und Krippenplätze

Hessisch Lichtenau bekommt einen größeren Regelkindergarten und einen Waldkindergarten
Hessisch Lichtenau schafft viele neue Kindergarten- und Krippenplätze

Mario Hartmann gewinnt die Bürgermeisterwahl im Ringgau

Der parteilose Kandidat Mario Hartmann hat die Bürgermeisterwahl im Ringgau gegen Amtsinhaber Klaus Fissmann (SPD) gewonnen.
Mario Hartmann gewinnt die Bürgermeisterwahl im Ringgau

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.