Lesermeinung: Windtürme treiben Keil durch die Gesellschaft

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Leserbrief zum Artikel "Kampf gegen Windmühlen" von Rainer Hahne am 11. August im Extra Tip.Sehr geehrter Herr Hahne,Sie lieben es, mit spi

Leserbrief zum Artikel "Kampf gegen Windmühlen" von Rainer Hahne am 11. August im Extra Tip.

Sehr geehrter Herr Hahne,Sie lieben es, mit spitzer Feder und mehr als nur ironischem Unterton "Briefe" zu Themen zu formulieren, die die Region bewegen. Zimperlich sind Sie dabei wahrhaftig nicht und sparen auch nicht mit jeder Menge Häme, die Sie andererseits politischen Gegner gerne vorwerfen (wenn die sich - ebenfalls ironisch überspitzt - zum Flughafen Kassel-Calden äußern, um nur ein Beispiel zu nennen).Als literarisches Stilmittel mag das ja alles ganz lustig sein, nur wird es dem Ernst der Situation oft nicht gerecht, und einer gewissen Verantwortung sollte sich schon jeder Journalist bewusst sein, zumal in leitender Position.Wenn Sie nun also im Zusammenhang mit dem geplanten Windpark bei Berlepsch-Ellerode sehr satirisch Don Quichotte als Beispiel heranziehen oder die hier ansässigen Rotmilane mit putzigen Namen adeln, dann verkennen Sie völlig die Sorgen der betroffenen Bevölkerung in unserer Region.

Es ist nämlich so dass dieses Projekt mit den fünf geplanten gigantischen Windtürmen mit einer jeweiligen Gesamthöhe von fast 200 Metern inzwischen einen regelrechten Keil durch alle gesellschaftlichen Gruppen getrieben hat. Die Diskussion wird äußerst kontrovers geführt, gute wie schlechte Argumente gibt es auf beiden Seiten. Und es ist zu befürchten dass die Konfrontation noch viel schärfer wird, sollte der Windpark endgültig genehmigt und mit dem Bau begonnen werden.Das Thema ist wahrlich zu ernst, als sich ihm mit einer satirischen Glosse nähern zu können.Für jemanden, der die Region und die Problematik nicht kennt, mag das amüsant sein, bei Betroffenen erzeugt es sozusagen nur einen extrem dicken Hals.Ganz abgesehen davon: das Schloss Berlepsch ist nach jahrzehntelangem Dornröschenschlafbereits jetzt durch viele tolle Events ein absolutes Zugpferd für den Tourismus in der Region.Und vielleicht tut sich Fabian von Berlepsch langfristig nichts Gutes, wenn er die einmalige "Skyline" um sein Schloss mit diesen gigantischen Wind Windmühlen durchbricht. Aber erst einmal gibt es natürlich sehr viel Geld durch die Flächenverpachtung - und wem ist das Hemd nicht näher als die Jacke.

Mit den besten Grüßen aus GertenbachGuntram Pauli,Gertenbach

P. S. (ein nettes Stilmittel Ihrerseits): Sollten Sie sich mal verändern wollen - es gibt noch Bauplätze hier um die Ecke. Und wenn Sie noch etwas warten, werden die Preise dafür sicher deutlich fallen.

Lesen Sie hier auch den Artikel "Antrag eingereicht".

Sowie einen weiteren Leserbrief "Reine Spekulation und falscher Ökowahn".

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