Lilith (2) war die Hälfte ihre Lebens in der Klinik

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Schwebda. Birte und Thomas Wernings Tochter war schwerkrank – das Elternhaus für krebskranke Kinder e.V. war an ihrer Seite

Schwebda. Als die kleine Lilith auf die Welt kam, dauerte das Glück von Birte und Thomas Werning aus Schwebda zunächst nur kurze Zeit. "Lilith wurde mit einem Nabelschnurbruch geboren und im Rahmen dieser Untersuchungen stellte man auch gleich noch einen Herzfehler fest", erzählt die Mutter der heute 2-Jährigen, die ihr halbes Leben lang in Krankenhäusern verbringen musste.

"Als unsere Tochter – wir nennen sie Lilith "Löwenstark" – am Herzen operiert wurde, sind wir fünf Monate lang jeden Tag zu ihr nach Kassel gefahren", erzählen die Eltern, die ihren kleinen Engel abends allein lassen mussten, um den Heimweg nach Schwebda anzutreten. Denn Lilith hat noch zwei ältere Geschwister, die in der Zwischenzeit bei den Großeltern "geparkt" werden mussten.

"Doch dann hatten wir das Glück, dass wir in Kassel im Elternhaus für krebskranke Kinder aufgenommen wurden, wo die Eltern neben den Kliniken gemeinsam mit anderen Betroffenen wohnen, um tagsüber bei ihren kranken Kindern sein zu können", so Birte Werning. "Das tat Lilith sehr gut. Sie brauchte das", so die Mutter, die ihre Tochter nach einem Monat (insgesamt nach sechs Monaten) mit nach Hause nehmen konnte.

Doch die nächste OP folgte. Die 2-Jährige musste in die Uniklinik nach Göttingen, um dort den Nabelschnurbruch (hierbei liegen die Organe außerhalb des Körpers) behandeln zu lassen. "In Göttingen sind wir gleich sehr herzlich im Elternhaus aufgenommen worden, damit wir in der schweren Zeit bei Lilith sein konnten", so die beiden Eltern, die sehr dankbar sind, dass die dortige Aufnahme so problemlos geklappt hat.

Um diesem großen Dank Ausdruck zu verleihen, sammelten Birte und Thomas Werning Geschenke im Wert von 3.000 Euro. "Wir haben unsere Lieferanten wie beispielsweise Haba, die Spiegelburg, Sterntaler, Sigikid, Käthe Kruse und einige mehr um Unterstützung gebeten und natürlich hat unser Unternehmen, das Kinderlampenland, auch einige Geschenke für die Kinder übrig gehabt", so Werning, der sich über die große Resonanz freute. "Wir wissen wie sich so eine Familie kurz vor Weihnachten fühlt. Und Lilith hat damals zu Weihnachten auch etwas bekommen als sie im Krankenhaus war", so der Familienvater weiter.

Die frohe Botschaft überbrachten Birte und Thomas Werning nun zusammen mit Lilith "Löwenstark" an eine der Botschafterinnen des Elternhauses für krebskranke Kinder e.V. , Helga Först. "Zirka 3.000 Euro in Form von Spielsachen sind zusammengekommen", so Werning, der weiß, dass das Elternhaus auf Spenden angewiesen ist. "Wir müssen jährlich fast 300.000 Euro aufbringen und die Spendebereitschaft hat in den letzten Jahren nachgelassen", so Först, der die Spende der Wernings ganz besonders am Herzen liegt.

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