Die Lösung liegt im Container

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(v.li.) Andreas Blase (Abfallwirtschaft des Werra-Meißner-Kreises), Gabriele Maxisch (Fachdienst Abfallwirtschaft), Christoph Bergner (Firma Bergner) und der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Rainer Wallmann bei der offiziellen Einweihung der neuen Holzhackschnitzelheizung für das Betriebsgebäude der Deponie in Weidenhausen. Foto: Liese

Weidenhausen. Das Betriebsgebäude der Mülldeponie wird jetzt mit Holzhackschnitzeln beheizt.

Weidenhausen. Die Lösung für das Betriebsgebäude der Deponie in Weidenhausen liegt im Container. Denn hier befindet sich eine neue Holzhackschnitzelheizung, die heute nach kurzem Testlauf offiziell eingeweiht wurde. "Der Wärmebedarf wurde hier bisher mit einer Ölheizung abgedeckt. Diese stellte allerdings durch ständige Ausfälle und Reparaturen keine zuverlässige Wärmequelle mehr dar", so der Erste Kreisbeigeordnete Dr Rainer Wallmann, der diese Form des Heizens als sehr umweltfreundlich betrachtet. "Jährlich können damit 24.000 Liter Heizöl ersetzt werden. Heizöl als fossiler Brennstoff belastet unser Klima, während Holz klimaneutral verbrennt", so Wallmann weiter.

Insgesamt werden durch die Holzhackschnitzelanlage ganze 60 Tonnen CO2 an der Deponie eingespart. Und auch sonst macht sich die Anlage innerhalb von nur wenigen Jahren bezahlt. "Zwar ist sie mit 175.000 Euro in der Anschaffung teurer als beispielsweise eine neue Ölheizung, jedoch sind Holzhackschnitzel wesentlich günstiger als Heizöl", so Gabriele Maxisch vom Fachdienst Abfallwirtschaft.

Die Heizanlage selbst bringt eine Leistung von 200 Kilowattstunden. "Derzeit wird sie mit Hackschnitzeln aus der Region betrieben. Das Holz stammt aus heimischen Wäldern und die Hackschnitzel werden von einem im Kreis ansässigen Betrieb produziert. Somit bleibt die Wertschöpfung für den Brennstoff in der Region", so Wallmann.

Mit der Firma Bergner aus Abterode hat man auch bei der Lieferung und Installation der Anlage auf ein heimisches Unternehmen gesetzt, das auch jetzt nach Inbetriebnahme die Wartung und Betreuung übernehmen wird.

Die Deponie ist jedoch nicht der einzige Standort, an dem bereits auf diese Form des Heizens gesetzt wird. Unter anderem verfügen viele Schulstandorte über eine Holzhackschnitzelheizung.

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