Ede macht nie Urlaub - Einbruchsprävention in Eschwege

Einbrüche verursachen oft hohe Sach- und Diebstahlschäden und zerstören das Sicherheitsgefühl der Betroffenen: Die Polizei gibt Tipps, wie man das Zuhause sicherer macht und solchen Delikten vorbeugt.
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Einbrüche verursachen oft hohe Sach- und Diebstahlschäden und zerstören das Sicherheitsgefühl der Betroffenen: Die Polizei gibt Tipps, wie man das Zuhause sicherer macht und solchen Delikten vorbeugt.

Polizei warnt vor erhöhtem Einbruchsrisiko in den Ferien und gastiert Mitte Juli mit dem Polizeiladen in der Dietemannstadt

Eschwege. Hinsichtlich der bevorstehenden Ferien und der damit verbundenen Reise- und Urlaubszeit sollen die Bürgerinnen und Bürger entsprechend sensibilisiert und gezielt über Präventions- und Schutzmaßnahmen zur Verhinderung von Wohnungseinbrüchen aufgeklärt werden. Dazu wird seitens des Polizeipräsidiums Nordhessen der „Polizeiladen on Tour“ gehen, der sich am Mittwoch, 15. Juli, 10 bis 12.30 Uhr, auf dem Eschweger Marktplatz präsentiert.

Einbruchsdelikte weiterhin rückläufig

Während die hessische Polizei 2010 noch 6.159 vollendete Wohnungseinbruchdiebstähle zählte, waren es im letzten Jahr noch 3.730 Delikte, die zur Anzeige gebracht wurden. Dies entspricht einem Rückgang von rund 40 Prozent. Um diese positive Entwicklung fortzuführen, sensibilisiert die hessische Polizei die Bürger mit einer Sommerkampagne. Kern der Aktion sind zusätzliche Präventionsgebote in allen sieben Polizeipräsidien sowie verstärkte Kontrollen im öffentlichen Raum. „Aufgrund der notwendigen Corona-Beschränkungen haben die Hessen in der ersten Jahreshälfte viel mehr Zeit zuhause verbracht, deshalb wurde auch weniger eingebrochen. Die Allgemeinkriminalität ist in der ersten Jahreshälfte insgesamt rückläufig. Das ist der Pandemie zum Trotz eine gute Nachricht für Hessen. Da die Ferien nun vor der Tür stehen, wollen wir den Bürgern praktische Tipps geben, wie sie die eigenen vier Wände sicherer machen können“, erklärte der Hessische Innenminister Peter Beuth. Die Polizei setze dabei gezielt auf Sensibilisierungs- und Präventionsmaßnahmen und halte darüber hinaus auch in der Urlaubszeit den Kontrolldruck gegen Einbrecher bewusst hoch.

„Jedes Jahr führt unsere Polizei rund 7.000 kriminalpolizeiliche Beratungen zum Wohnungsschutz durch. Mit der bundesweit einzigartigen Prognosesoftware KLB-operativ hat die hessische Polizei zudem ein effektives Computer-Programm, um insbesondere Einbruchsserien frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden. Dank der WED-App stehen allen hessischen Polizistinnen und Polizisten wichtige ermittlungsunterstützende Informationen auch unterwegs zur Verfügung. Hessen geht entschlossen und mit innovativer Ausstattung gegen Wohnungseinbruch vor. Die ‚Sommerkampagne‘ der Polizei macht dies erneut deutlich und erhöht den Verfolgungsdruck in der Hauptsaison der Einbrecher“, sagte Beuth.

Urlaubssaison ist Einbrecher-Saison

Besonders in der Urlaubszeit bieten sich für Täter günstige Bedingungen. Einbrüche ereignen sich in überwiegender Anzahl tagsüber, insbesondere während einer längeren Abwesenheit der Haus- oder Wohnungsbewohner. Beispielsweise führen überfüllte Briefkästen, geschlossene Rollläden und dauerhaft geparkte Fahrzeuge zu günstigen Tatgelegenheiten. Auch Urlaubsbilder in sozialen Netzwerken oder Abwesenheitsnotizen auf privaten Mail-Accounts nutzen Täter, um Wohnungen und Häuser zu lokalisieren.

„Sommerkampagne“ läuft bis Mitte August

17Noch bis zum 14. August führt die hessische Polizei neben Kontrollmaßnahmen zielgerichtet Präventionsmaßnahmen sowie eine begleitende Medien- und Öffentlichkeitsarbeit durch, insbesondere in von Einbruchsdiebstählen mehrfach betroffenen Gebieten. Dabei werden Bürger über geeignete Präventionsmaßnahmen zur Vorbeugung von Einbrüchen informiert. Schließlich kann der Einbau von Sicherheitstechnik Einbrüche erschweren und zum Abbruch von Einbruchsversuchen führen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt seit 2017 Bürger, die mit kleineren Sicherungsmaßnahmen ihr Zuhause schützen möchten. Ein Zuschuss kann so bereits ab einer Investitionshöhe von 500 Euro bei der KfW beantragt werden.

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