2015 werden rund 480 weitere Wohnungen für Flüchtlinge benötigt

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Laut einer Studie des Pestel-Instituts werden im Werra-Meißner-Kreis im Laufe des Jahres rund 480 Wohnungen für Flüchtlinge benötigt.

Werra-Meißner. Der Werra-Meißner-Kreis ist auf dem "Wohn-Prüfstand". Denn hier werden rund 480 Wohnungen für die Flüchtlinge, die in diesem Jahr kommen, zusätzlich gebraucht. Das geht aus der aktuellen Wohnungsmarkt-Analyse des Pestel-Instituts hervor.

Um den Bedarf zu erreichen, sei es in erster Linie notwendig, das Sanieren von leerstehenden Wohnungen in den Blick zu nehmen. Aber auch beim Neubau von Wohnungen müsse mehr getan werden. Denn im Schnitt wurden in den vergangenen Jahren im Werra-Meißner-Kreis lediglich rund 70 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt.

"Wenn es bei einem starken Flüchtlingszuzug bleibt, muss sich der Werra-Meißner-Kreis auch in den kommenden Jahren darauf einstellen, dass noch mehr Wohnungen gebraucht werden", sagt Pestel-Institutsleiter Matthias Günther.Doch das ist nicht so einfach. "Es fehlen bezahlbare Wohnungen. Vor allem aber Sozialwohnungen", macht Matthias Günther deutlich.

Um private Investoren zu gewinnen, schlagen die Wissenschaftler steuerliche Anreize vor. So sollte regional und zeitlich begrenzt in Verbindung mit Mietobergrenzen eine lineare Abschreibung für Abnutzung (AfA) von 4 Prozent eingeführt werden. Ebenfalls eine degressive Abschreibung mit anfänglich zehn Prozent, um den sozialen Wohnungsbau zu stärken. Diese gab es bereits bei der letzten Zuwanderungswelle in den 90er-Jahren. "Wenn private Investoren bezahlbare Wohnungen bauen sollen, dann wird das ohne steuerliche Anreize nicht funktionieren", so Günther.

Das Pestel-Institut in Hannover geht bei einer Wohn-Prognose von rund 1.200 Flüchtlingen aus, die im Laufe diesen Jahres in den Werra-Meißner-Kreis kommen werden. Grundlage hierfür ist die für Deutschland erwartete Zahl von einer Million Flüchtlingen in 2015.

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