420.000 Euro Schulden durch Rücklagen abgebaut

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Die Ton-Stadt plagen arge finanzielle Probleme. 700.000 kamen jetzt dazu, die zum Teil weggetrickst wurden.

Großalmerode. Die Grundsteuer in Großalmerode wird stärker erhöht, als bisher geplant war. Am Donnerstag beschlossen die Stadtverordneten die Hebesätze der Grundsteuer A und B auf nun 460 Prozentpunkte (PP) zu erhöhen. Geplant waren ursprünglich 380 PP. Der Grund: die Stadt hatte weniger Einnahmen, als man in der Haushaltsplanung veranschlagt hatte. Zudem wurde die Gewerbesteuer von 380 auf 410 PP erhöht.Die Diskussion der Stadtverordneten viel entsprechend  hitzig aus, doch am Ende stimmten nur die sechs Abgeordneten der Wählergemeinschaft (WG) gegen das Vorhaben."Einfach Einsparungen in den Raum zu werfen ist zu einfach und wird uns auch auf Dauer nicht vor den Erhöhungen der Grundsteuern bewahren. Diese Erhöhung der Grundsteuern ist nur der erste Schritt zu einem ausgeglichenen Haushalt bis 2018.  Zudem ist die stärkere Erhöhung in diesem Jahr aus der Not heraus geboren, da wir sonst unsere Haushaltsziele nicht erreichen würden", erklärte Magnus Alt (SPD).

Höhere Einnahmen sorgten für Probleme

So darf die Stadt Großalmerode in diesem Jahr nur rund 1,1 Millionen Euro neue Schulden aufnehmen, doch davon war man weit entfernt. Neue Probleme traten auf den Plan, die eine riesige Lücke in die Planungen riss. 700.000 Euro fehlten der Stadt, da man weniger Mittel aus dem Kommunalen Finanzausgleich bekommt. Denn man nahm zwar 2013 über 1,4 Million Euro mehr durch die Gewerbesteuer ein, als geplant, was in die Berechnungen zur finanziellen Leistungsfähigkeit Großalmerodes einfloss.

Rücklagen aus 2013 wurden aufgelöst

Zwar konnte man durch ein "Instrumentarium" dass durch das Land Hessen genehmigt wurde, das Defizit im Haushalt für 2015 um 420.000 Euro reduzieren, indem man die Rücklagen aus dem Jahr 2013 auflöste. Doch so lag das Defizit  immer noch bei rund 1,35 Millionen Euro. Die restlichen 280.000 Euro mussten nun auf andere Art eingespart oder eingenommen werden, um die Haushaltsziele für 2015 einzuhalten. Und so kam es am Donnerstag dazu, dass man die Grundsteuern auf 460 PP erhöht hat. Bis dahin hatte die Ton-Stadt die niedrigsten Grundsteuern im gesamten Kreis. Jetzt liegt Großalmerode im Werra-Meißner-Kreis immer noch im unteren Mittelfeld."Unsere Aufgabe ist es jetzt, dass wir in Zukunft den Bürgern keine riesigen Erhöhungen mehr zumuten müssen. In diesem Jahr waren wir dazu gezwungen, jetzt können wir aber auch in Ruhe schauen, wo wir in Zukunft Einsparungen vornehmen können", so Alt.Bis 2018 ist jedoch schon jetzt eine Erhöhung der Grundsteuer auf 650 PP vorgesehen.

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