Laichsaison: Amphibienschützer fordern zeitweise Sperrung der L3244

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Umweltschützer haben am Donnerstagabend auf die Gefährdung von Amphibien an der L3244 aufmerksam gemacht.

Mit Plakaten und Holzkreuzen haben Amphibienschützer auf die Gefährdung von Kröten und Fröschen an der L 3244 zwischen Wanfried und Aue aufmerksam gemacht.

Wanfried. Mit Plakaten und Holzkreuzen haben Amphibienschützer am Donnerstagabend auf die Gefährdung von Kröten und Fröschen an der L 3244 zwischen Wanfried und Aue aufmerksam gemacht. Organisiert hatte die Aktion der BUND-Kreisverband mit Unterstützung der Amphibienschutzinitiative Grebendorf.

Die Naturschützer fordern die Verkehrsbehörde des Landkreises auf, die Straße während der Laichsaison mit einer Schranke von 19 bis 6 Uhr zu sperren. Die Umleitung könnte über die B249 führen. Zudem soll die beim Regierungspräsidium ansässige Obere Naturschutzbehörde nach dem Willen der Amphibienschützer Ersatzlaichgewässer unterhalb des Waldes anlegen.

Von dort ziehen die Amphibien im Frühjahr in Richtung der jenseits der Straße gelegenen Angelteiche. „Insgesamt sind es mehrere tausend Tiere“, berichtet BUND-Kreisvorsitzender Thomas Reimann. Allein am Mittwochabend haben die Naturschützer in eineinhalb Stunden 243 Tiere eingesammelt. Während der Laichsaison sind die Ehrenamtlichen jeden Abend im Einsatz.

Amphibienzaun verfehlt seinen Zweck

Zwar steht entlang der L3244 ein mehr als 500 Meter langer Amphibienzaun – der erfülle seinen Zweck jedoch mehr schlecht als recht, betont Heike Matthies von der Amphibienschutzinitiative. Der Grund: Die Betonröhren, die die Tiere sicher unter der Straße entlang geleiten sollen, seien zu tief und somit zu kalt. Zudem stellt der in die Jahre gekommene Holzzaun an vielen Stellen kaum noch ein Hindernis für die Amphibien da. „Die hüpfen einfach drüber“, hat Matthies beobachtet. Dabei verursache die regelmäßige Ausbesserung jährlich Kosten in Höhe von mehreren tausend Euro.

Neben der Straßensperrung und Ersatzlaichgewässern fordern die Naturschützer daher auch einen dichten Zaun. „Nur dann nehmen die Amphibien die Ersatzlaichgewässer auch an“, betont Thomas Reimann. Die zieht es nämlich im Frühjahr an die Stelle ihrer Geburt – sprich: die Angelteiche jenseits der Landesstraße.

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