Anschließend noch mehr Diebesgut sichergestellt: Trio erbeutete vier iPhones im Eschweger Geschäft

Am gestrigen Nachmittag, um 14.29 Uhr, betraten zwei Täter den Telekom-Laden in der Eschweger Innenstadt und entwendeten dort vier Apple-IPhones im Wert von ca. 4300 Euro.

Eschwege - Die Tatverdächtigen begaben sich zu den ausgestellten hochwertigen Mobiltelefonen, die sie sich zunächst anschauten, bevor sie unvermittelt die Mobiltelefone von den Sicherheitskabeln abrissen und fluchtartig aus dem Verkaufsraum flüchteten. Durch einen Zeugen konnte beobachtet werden, wie die beiden Tatverdächtigen in einen silbernen VW Bora mit RE-Kennzeichen "sprangen", in dem ein dritter Täter wartete. Der Pkw flüchtete sodann stadtauswärts in Richtung Reichensachsen.

Die zwischenzeitlich alarmierte Polizei leitetet eine sofortige Fahndung unter Beteiligung aller Polizeistationen des Werra-Meißner-Kreises nach dem flüchtigen Fahrzeug ein. Den Polizeibeamten gelang es, den VW Bora auf der A 44 in Höhe von Hessisch Lichtenau aufzunehmen und mit mehreren Streifenwagen zu stellen. Im Fahrzeug befanden sich drei Männer, von denen einer in Dortmund gemeldet ist. Einer ist offensichtlich ohne festen Wohnsitz, der Dritte will ebenfalls in Dortmund wohnhaft sein. Zwei der Tatverdächtigen sind 23 Jahre, einer ist 27 Jahre alt.

Weitere Telefone in der Wohnung sicher gestellt

Alle drei Tatverdächtigen wurden festgenommen und in das polizeiliche Gewahrsam nach Eschwege gebracht. Der Pkw wurde sichergestellt. Nachdem bei einer ersten Sichtung des Fahrzeuges keine Mobiltelefone aufgefunden werden konnten, wurden heute bei einer gründlichen Durchsuchung insgesamt sechs IPhones aufgefunden und sichergestellt. Dabei handelte es sich um die vier in Eschwege entwendeten Geräte, die zwei weiteren konnten zwischenzeitlich einem Diebstahl in Fulda (Telekom) zugeordnet werden. Das zuständige Kommissariat der Eschweger Kripo prüft nun, ob das Trio für noch weitere geleichgelagerte Straftaten infrage kommt. Diesbezügliche Ermittlungen dauern noch an.

+++ Aktualisierung, 15. November 2019 +++

Die drei Tatverdächtigen, die am Dienstagnachmittag nach einem Diebstahl von mehreren IPhones im Telekom-Laden in der Eschweger Innenstadt mit einem Pkw flüchteten und kurze Zeit später auf der Autobahn A 44 im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung festgenommen werden konnten, sind am Mittwochnachmittag beim Amtsgericht in Eschwege dem Haftrichter vorgeführt worden.

Ausgehend von einer bestehenden Wiederholungsgefahr wurden von dem zuständigen Richter Dr. Wachter für alle drei Tatverdächtigen U-Haftbefehle erlassen. Mittlerweile sind die drei Tatverdächtigen auch nach Kassel in die Justizvollzugsanstalt überführt worden.

Die guten Beobachtungen der Zeugen hinsichtlich des von den Tatverdächtigen benutzten Fluchtfahrzeuges im Zusammenhang mit den zügig eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen der Polizei, führten letztlich zu der zeitnahen Festnahme der drei Tatverdächtigen auf der Autobahn A 44 bei Hessisch Lichtenau.

Das von den Tätern zur Flucht benutzte Kraftfahrzeug, welches nach der Festnahme der drei Tatverdächtigen von der Polizei sichergestellt wurde, ist am Folgetag dann einer gründlichen Durchsuchung unterzogen worden. Hierbei konnten in eigens dafür präparierten Verstecken sowohl die Handys aus dem Eschweger Telekom-Laden aufgefunden werden, als auch zwei weitere hochwertige Geräte. Diese stammten auch aus einem Diebstahl, bei dem die Tatverdächtigen mit nahezu identischer Tatbegehungsweise ebenfalls am Dienstag einen Telekom-Laden in Fulda bestohlen hatten.

Die umfangreichen und akribischen Ermittlungen, die jetzt von der Kriminalpolizei in Eschwege weitergeführt werden, ergeben nach derzeitigem Sachstand ein Bild, wonach die Männer neben den Diebstählen in Eschwege und Fulda auch für eine ganze Reihe gleichgelagerter Delikte an unterschiedlichen Tatorten in Betracht kommen. Demnach gelten vier weitere Fälle als wahrscheinlich, bei denen die Männer für Diebstähle in Schwalmstadt, aber auch in Mühlhausen/Thüringen, sowie in Aschersleben und Borna verantwortlich sein sollen. Der bislang in diesen Fällen erhobene Stehlschaden beläuft sich auf über 20.000 Euro. Die zuständigen Ermittler gehen aber davon aus, dass die Männer auch noch für weitere Taten verantwortlich sind.

Rubriklistenbild: © Pixabay

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