Bio-Apfelchips aus der Region

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Heimische Apfelchips aus dem Dörrautomat: (v.li.) Torsten Rapp (Streuobstinitiative Werra-Meißner), Heide Tilgner und Wolf von Bültzingslöwen (BUND-Kreisverband Werra-Meißner), Markus Exner (Grimm Heimat Nordhessen), Sabine Marten und Silke Flörke (Ökolandbau Modellregion Nordhessen), Dierk Schwedes  (Streuobstinitiative im Landkreis Kassel/SILKA) und Rolf Eckhardt (Gemeinnützige Werkstätten Eschwege)

Ziel des Projektes: Gefährdete Streuobstwiesen in den Landkreisen Kassel und Werra-Meißner erhalten.

Eschwege. Bis ein guter Apfel reif ist, dauert es eine Weile. Auch die Idee, Bio-Apfelchips aus der Region herzustellen, hat eine Weile gedauert, bis sie verwirklichst werden konnte. Nun stellten die Beteiligten ihr Produkt vor: Die Apfelchips "Grimms Märchengold". In dem Projekt kooperieren die Ökolandbau Modellregion Nordhessen mit ihrer AG Streuobst, die Streuobstinitiative Werra-Meißner, die Streuobstinitiative im Landkreis Kassel, die Grimm-Heimat Nordhessen, der BUND-Kreisverband Werra-Meißner und der Verein Aufwind in Eschwege. Ziel ist es, gefährdete Streuobstwiesen, die in den Landkreisen Kassel und Werra-Meißner auf kleinen Parzellen oft auf schrägen Flächen bestehen, zu erhalten. Der Bestand der Obstbäume umfasst dort oft noch alte Sorten, die auch für Allergiker geeignet sind. 179 alte Apfelsorten gibt es in den Landkreisen noch.

In den Apfelchips bewahrt jede Sorte ihren individuellen Geschmack. Die Äpfel für die Bio-Apfelchips werden auf den Wiesen der Mitgliedsbauern der Initiativen von Hand gepflückt. Sie werden gesammelt und in den Gemeinnützigen Werkstätten Eschwege (GWE), die zum Verein Aufwind gehören, verarbeitet. Die GWE haben können mit diesem Projekt ihren Beschäftigten, Menschen mit seelischer Behinderung, Arbeitsplätze anbieten. Die Anschaffung der speziellen Maschinen, die gebraucht werden, um die Äpfel zu schneiden und zu trocknen, wurden über den Werra-Meißner-Kreis durch das Leader-Programm der Europäischen Union gefördert. Ohne Zusatz von Schwefel werden die Apfelringe im Dörrautomat getrocknet. So wird jeweils ein Kilo Äpfel für eine 75 Gramm-Tüte verarbeitetet. „Mit unserem Produkt haben wir eine Wertschöpfungskette aufgebaut, die Mensch und Natur vereint“, sagt Markus Exner von der Grimm-Heimat Nordhessen. „Wir wollten ein Produkt aus der Region entwickeln, dass nicht nur Genuss bietet, sondern auch eine Wertigkeit.“ Bezogen werden können die Apfel-Chips "Grimms Märchengold" über die Läden, die der Verein Aufwind über seine Integrationsfirma Stellenwert im Werra-Meißner-Kreis betreibt, über die Absatzgenossenschaft Unterrieden sowie über alle Shops der Museumslandschaft Hessen-Kassel.

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