Armin Jung (Die GRÜNEN): Kein Glyphosat mehr in Eschwege

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Grüner Stadtverordneter Armin Jung fordert grundsätzliches Verbot des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat.

Eschwege. In der Stadtverordnetenversammlung am vergangenen Donnerstag beantragte die Fraktion der GRÜNEN in

Eschwege den Verzicht der Stadt Eschwege auf die Verwendung von Herbiziden mit dem Wirkstoff Glyphosat – möglichst noch ab dem 1. November diesen Jahres. "Die Anwendungen von Giften zur Abtötung von Wildkrätuern in öffentlichen Grünanlagen sowie im Umfeld von Spiel- oder Sportplätzen birgt das Risiko eines direkten Kontakts mit dem Wirkstoff auf behandelten Flächen für spielende Kinder und Haustiere. Der weltweit am häufigsten dafür verwendete Wirkstoff ist Glyphosat ", machte Armin Jung deutlich. Die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation habe Glyphosat im März diesen Jahres als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" eingestuft. Die aktuelle Einstufung von Glyphosat bestätige darüber hinaus frühere Hinweise auf eine erbgutschädigende Wirkung, so Jung weiter.

Striktes Verbot in Eschwege

In Hessen und einigen anderen Bundesländern sind bereits strikte Einschränkungen zur Anwendung von Glyphosat im öffentlichen Raum erlassen worden. "Die Stadt Eschwege sollte sich dieses Handeln zum Vorbild nehmen. Ausnahmegenehmigungen für die Anwendung solcher Mittel auf Nichtkulturflächen werden ab sofort nicht mehr bei den Landesbehörden beantragt", forderte Armin Jung, der unter anderem auch private Unternehmen, die Aufträge von der Stadt Eschwege zur Pflege von Grün-, Sport- und Verkehrsflächen erhalten, vertraglich an den Glyphosatverzicht binden möchte. Auch private Haushalte sollten auf die Vermeidung des Herbizids hingewiesen werden.Der Antrag wurde zur Beratung in den Bau- und Planungsausschuss verwiesen, an dem auch Vertreter des Baubetriebshofes und aus der Landwirtschaft teilhaben sollten.

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