Der Verein Aufwind feierte in Eschwege 25 Jahre Tagesstätten

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Das Team der Sozialpädagogen leitet die Tagestätte TAGwerk: (v.li.) Aufwind-Vorstand Matthäus Mihm, Michael Picha, Bruni Rauschenberg, Yvonne Motz, Sandra Voigt, Lars Moog, Barbara Gerlach, Mario Seibt und Heidi Klein.

Aufwind feierte in Eschwege 25 Jahre Tagesstätten für seelisch beeinträchtigte Menschen.

Kristin Weber

Eschwege. Mit zwölf Plätzen hat es vor 25 Jahren angefangen. Der Verein Aufwind, der in Eschwege und Witzenhausen Angebote für Menschen mit einer seelischen Beeinträchtigung schafft, eröffnete damals seine erste Tagesstätte. Heute kann der Verein 80 Tagesstätten-Plätze anbieten und feierte dieses Jubiläum im „TAGwerk“ am Marktplatz in Eschwege mit einem Tag der offenen Tür und einem Kunsthandwerkermarkt.

Nachfrage stetige gestiegen

Die Nachfrage nach Plätzen wuchs über die Jahre stetig an und Konzepte änderten sich. Moderne Ansätze, wie sie auch in der die UN-Behindertenrechtskonvention festgehalten sind, bemühen sich darum, nicht mehr Sonderwelten für Menschen mit einer Behinderung zu schaffen, sondern diese im Sinne der Inklusion vollständig gesellschaftlich einzubinden.

Aufwind Vorstand Matthäus Mihm begleitet diesen Bereich seit vielen Jahren. Unter seiner Regie zog die Tagesstätte TAGwerk vor eineinhalb Jahren vom Stadtrand in die Stadtmitte. In der Tagesstätte können die Besucher Gemeinschaft erleben. Täglich kochen sie zusammen ein Mittagessen. Sie lernen aber auch, durch Regelmäßigkeit ihren Alltag zu strukturieren und können durch leichte Arbeitsangebote Verantwortung übernehmen.

Sie Arbeiten in der Tagesstätte, betreiben eigenständig das Café Brise oder können auf Außenarbeitsplätzen arbeiten, etwa in den verschiedenen Läden von Aufwind. „Die Tagesstätte bleibt dabei immer der Mittelpunkt, zu dem wir zurückkehren können und der uns Sicherheit gibt, wenn es einem mal nicht so gut geht“, sagt Besucherin Gitta Menge.

In der Mitte angekommen

Seit dem Umzug hat das Betreuerteam der Tagesstätte viele positive Auswirkungen bei den Besuchern festgestellt. „Sie sind in der Mitte angekommen“, sagt Sozialpädagoge Mario Seip. „Sie leben jetzt in der Gesellschaft mitten in der Stadt und gehen auch mehr raus.“ Am Tag der offenen Tür konnten die Gäste des Festes einen Blick hinter die Kulissen werfen, und sich über die Arbeit in der Tagesstätte informieren.

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