Ausschuss berät über eine Luftmessung in Witzenhausen

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Durch den Anstieg der Verkehrsbelastung in Witzenhausen wurde vom Umweltausschuss über eine Luftmessung diskutiert.

Witzenhausen. In der vergangenen Sitzung des Umweltausschusses wurde das Thema ,Luftmessung in Witzenhausen’ erneut diskutiert. In Anbetracht des zugenommenen Schwerlastverkehrs und der damit verbundenen Feistaub- und Kohlendioxid-Belastung hatte die SPD hatte mit den Grünen den Antrag der FWG, eine Luftmess-Station in der Innenstadt zu installieren,  aufgegriffen und dem Magistrat  einen entsprechenden Prüfantrag erteilt.

Verkehrszählung: ,Signifikante Mehrbelastung’

Bauamtsleiter Bernd Westermann informierte die Anwesenden aus allen Fraktionen, dass Hochrechnungen über die Verkehrsbelastung in Witzenhausen vorlägen. Während der Vollsperrung der Straße nach Wendershausen , die einen veränderten, durch Witzenhausen hindurch führenden Verkehrsfluss nach sich zog, wurde am 20. Oktober, von 15 bis 16 Uhr, eine Verkehrszählung ,Hinter den Teichhöfen’ – der Bundesstraße 451 – durchgeführt.Hierbei sei eine  ,signifikante Mehrbelastung ausgemacht worden’, so Westermann. Es seien rund 10.000 Kraftfahrzeuge pro Tag errechnet worden – davon 800 Lkw.

Zu diesem Thema zeigte Westermann Video-Aufnahmen von teilweise zentimeterdicht aneinander vorbeifahrenden Lkw, dazwischen ,geklemmt’ Pkw sowie vereinzelt Fußgänger, die auf dem viel zu schmalen Fußweg, z.B. an der Arztpraxis Hinter den Teichhöfen 1 unterwegs waren.

Frage nach Schadstoffen, Zeitraum, Ort und Kosten

Zu klären war Seitens des Magistrates, welche Schadstoffe gemessen werden sollten. Hier schlug Westermann vor, sich auf Stickoxide (NO und NO2) und Feinstäube (PM 10 und PM 2,5 – bezeichnet die Partikelgröße) zu beschränken. Letzendlich seien für Witzenhausen PM 10 und NO2 relevant.Diese Werte müssten erfahrungsgemäß über ein ganzes Jahr   – durch alle Vegetationsperioden – erfasst werden, schlug Westermann vor. Es seien jedoch Ausnahmen für ein halbes Jahr möglich.Die Frage nach dem Aufstellort des Luftmessgerätes beantwortete Westermann mit dem Vorschlag, das Gerät dort zu platzieren, in der die höchste Verkehrsdichte vorhanden sei: In der Schützenstraße bzw. Hinter den Teichhöfen.Laut Westermann würde die Aufstellung eines entsprechenden Messgerätes sowie  den nötigen Auswertungen und Dokumentationen etwa 50.000 Euro kosten.Man könne als Stadt auch selbst eines erwerben, das sehr viel günstiger sei – hier müssten jedoch die Mess-Ergebnisse von der Stadt selbst erfasst und dokumentiert werden. Die Frage, ob der städtische Haushalt 50.000 Euro verkraften könne, wollen die Ausschuss-Mitglieder nun  in ihren Fraktionen beraten.Beate Oetzel (FWG) wies jedoch darauf hin, dass die Aufstellung eines Luftmess-Gerätes durch das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie unter bestimmten Voraussetzungen kostenfrei sei. Dies soll geprüft werden.

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