80 Kindergartenplätze fehlen ab August in Eschwege

80 Kindergartenplätze fehlen ab August in Eschwege: Dem Ausschuss für Familie und Soziales wurde die neue Bedarfsplanung vorgestellt

Eschwege - Die gute Nachricht ist, dass alle Prognosen, die 2013 zur Bevölkerungsentwicklung in Eschwege gemacht wurden, nicht zutreffen. Es gibt wesentlich mehr Kinder im Alter bis sechs Jahren, als die Berechnungen es damals prophezeit haben. Aus diesem Grund hat die Stadtverwaltung eigene Zahlen erhoben und sich dabei auch die Altersgruppen der unter Einjährigen, und die der Ein- bis Zweijährigen genauer angesehen.

Mehr Kinder in Eschwege

Die neue, vorläufige Bedarfsplanung wird für den Zeitraum von 2017 bis 2020 ermittelt – sie wurde jetzt dem Ausschuss für Familie und Soziales vorgelegt.

Auf Basis dieser neuen Zahlen müssen die politischen Gremien entscheiden,. „Wir wollen jetzt mit der Politik in eine Diskussion eintreten“, sagte Hartmut Adam, Fachbereichsleiter der Stadt Eschwege für Familie, Soziales und Ordnung, der zusammen mit Jörn Engler die neue Kindergartenbedarfsplanung erstellt hat. Aus diesem Grund wurden die Zahlen auch bereits dem Magistrat vorgelegt. Wie viele Plätze für die einzelnen Altersgruppen angeboten werden sollen ist die Frage, die die Politik zu entscheiden hat. Die voraussichtliche gesellschaftliche Entwicklung spielt bei dieser Entscheidung eine Rolle. Es gilt einzuschätzen, wie viele Eltern von Kinder im Alter unter drei Jahren eine Betreuung in Kindertagesstätten in Anspruch nehmen werden.

80 Kindergartenplätze fehlen

Ein Ergebnis der neuen Bedarfsplanung ist, dass zu Beginn des Kindergartenjahres voraussichtlich 80 Plätze fehlen. Es besteht der Bedarf für zwei neue Regelgruppen und drei Krippengruppen. Aus diesem Grund hat der Ausschuss die Verlängerung des zusätzlichen, befristeten Gruppenangebotes in der Ev. Kindertagesstätte Mauerstraße einstimmig beschlossen. Man war sich einig, dass es sich dabei nur um eine Übergangsgruppe handelt, die nur bis zum nächsten Jahr verlängert wird. Gäbe es diese Verlängerung allerdings nicht, fehlten noch mehr Plätze.

Neue Kindertagesstätte

Außerdem war man sich im Ausschuss einig, dass neue Kindergartenplätze geschaffen werden müssen. Die Erweiterung bestehender Kindertagesstätten in Eschwege ist aus baulichen Gründen, nach Aussage der verantwortlichen, nicht möglich.

Bürgermeister Alexander Heppe erklärte in diesem Zusammenhang auf die Frage von Karl Montag hin, dass eine Kooperation mit der Gemeinde Meinhard zur Gründung eines Waldkindergartens nicht geplant ist. „Es gibt keine Kontakte mit der Gemeinde Meinhard, kein Herr Brill hat bei mir angerufen“, sagte Heppe.

Derzeit kein Waldkindergarten geplant

Die Stadt sucht mit Hochdruck nach einer Immobilie oder einem Grundstück, das für eine Kindergartenneugründung geeignet ist. Dabei rief der Bürgermeister die Ausschussmitglieder dazu auf die Augen nach passenden Objekten offen zu halten. „Auf die grüne Wiese klatschen kommt nicht in Frage“, sagte Heppe. Es wird ein Standort im Eschweger Innenstadtgebiet gesucht. In der nächsten Sitzung werden die Ausschussmitglieder über die neuen Planungen bis zum Jahre 2020 entscheiden.

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