VR Bank Werra-Meißner zieht Bilanz von „Mit Herz für die Region"

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Drei große Projekte hat die VR Bank Werra-Meißner mit ihrer Stiftung in 2015 gefördert. Weitere für das kommende Stiftsjahr sind in Planung.

Von SONJA LIESE

Werra-Meißner. Nach fast einem Jahr zog die VR Bank Werra-Meißner nun Bilanz von der neu gegründeten Stiftung "Mit Herz für die Region". "Wir sind überrascht, wie positiv die Dinge angenommen werden", berichteten die Vorstände Uwe Linnenkohl und Stefan Fross, die 85.000 Euro an Geld- und 22.000 Euro an Sachspenden zu verzeichnen hatten. Das Geldinstitut selbst hatte anfangs eine Millionen Euro Stiftungskapital gestellt. "Das Tolle ist, dass jeder einen Beitrag leisten kann – und das ohne großen Aufwand", sagt Linnenkohl. Denn bereits die kleinste Spende hilft.

Hilfe für Kinder in Rumänien

So wurden für das Projekt "Hilfe für Kinder in Rumänien" zum Beispiel Haarbürsten oder Damenbinden für ein Kinderheim gesammelt – oder aber auch Nudeln, Reis und andere nicht verderbliche Lebensmittel wechselten ihren Besitzer. "Es tut niemandem weh, wenn er anstatt einem Päckchen Nudeln zwei kauft", so Nadine Warken-Steube vom Stiftungsbeirat. Eine ganz besondere Aktion – auch für die Mitarbeiter der VR Bank – war das Packen von Weihnachtsbeuteln. "Für rund 250 Kinder in armen Dörfern haben wir Geschenke beschafft und an die Kinder ausgegeben", sagt Fross, der bei dem Projekt "Hilfe für Kinder in Rumänien" – eine der ersten Aktivitäten der Stiftung – ganz nah dabei ist. Denn ob Weihnachtsgeschenke, Utensilien für eine neu entstehende Schreinerei oder aber eine komplette Schulausrüstung mit Tafeln, Tischen, Bänken, Computerraum und Naturwissenschaftsraum, Fross packte persönlich mit an und war beim Transport der Spenden nach Rumänien mit dabei. "Die aktuelle Flüchtlingssituation bestätigt uns darin, auch dort zu helfen, wo die Menschen ihre Heimat haben. Unsere Stiftung wird daher auch in Zukunft die Menschen in Rumänien unterstützen. Es gibt noch viel zu tun und unsere Hilfe wird noch lange benötigt. Hilfe, die ankommt. Direkt bei den Menschen. Hilfe, die Zukunft schafft. Für ein Leben der Menschen in ihrem Land", sagt Stefan Fross.

Pate werden für Kinder psychisch kranker Eltern

Aber auch andere Projekte wurden im vergangenen Jahr angestoßen. So ist das Patenprojekt "Hilfe für Kinder und Jugendliche psychisch kranker Eltern" entstanden. "Wenn Eltern psychisch krank sind, stellt dies die ganze Familie nicht selten vor große Herausforderungen. Für Kinder und Jugendliche heißt das oft, dass sie früh Verantwortung übernehmen und oft Aufgaben erfüllen müssen, die eigentlich zur Rolle der Erwachsenen gehören", weiß Uwe Linnenkohl.  Von daher soll das Projekt, das zunächst auf drei Jahre angelegt ist, genau diese Kinder und Jugendlichen unterstützen. "Allein der Gedanke, dass der Pate ein verlässlicher und sicherer Ansprechpartner ist, gibt den betroffenen Kindern Halt und Zuversicht. Gemeinsame Unternehmungen und regelmäßige Treffen stärken die Beziehung und nehmen den Kindern einen Teil ihrer Ängste und Sorgen", so der Vorstand weiter.

Mit dem Stiftungsprojekt "Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Sport" beim SV Reichensachsen hat der Verein einen zusätzlichen Betreuer gefunden, der zuverlässig beim Kinderturnen und in den unterschiedlichen Handball-Mannschaften mit unter die Arme greift. Zudem hat die Kleeblattschule Reichensachsen und die Adam-von-Trott-Schule als Kooperationspartner des Vereins eine Unterstützung bei den schwierigen Aufgaben wie Sport-Unterricht in Inklussionsklassen oder Schwimm-Unterricht in den Klasen, in denen die Zahl der Nicht-Schwimmer zunimmt. Und für den FSJ-ler selbst dient das Projekt als Orientierung für den späteren beruflichen Werdegang.

Und auch für das laufende Stftungsjahr stehen neben den bereits vorhandenen Projekten weitere in Planung. "Wir haben noch drei zusätzliche in der Pipeline", freut sich Stefan Fross.

Spenden willkommen

Wer die Stiftung "Mit Herz für die Region" unterstützen möchte, kann seine Spende an das Konto IBAN DE62 5226 0385 0001 0100 85, BIC GENODEF1ESW richten. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.vrwm.de/stiftung.

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