Bau-Innung: Migranten sollen ausgebildet werden

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Bau-Innung will Flüchtlinge im Bauhandwerk ausbilden und fordert Unterstützung vom Landkreis

Eschwege. Das Ausbildungszentrum für Bauwirtschaft (ABZ) steht in den Startlöchern, um dem Landkreis bei der Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern unterstützend zur Seite zu stehen. "Wir wollen und wir können. Bringt uns die Leute, damit diesen Menschen geholfen wird", bekundet Obermeister Robert Kunz sein Interesse daran, Flüchtlinge im Bauhandwerk zu integrieren.

Projekt bereits im Nachbarkreis

Doch das Projekt, das im Nachbarkreis Hersfeld-Rotenburg bereits seit zwei Jahren unter dem Namen "FAB – Flüchtlinge und Asylbewerber in Bau- und Ausbildungsberufen" erfolgreich läuft, scheint laut Bau-Innung im hiesigen Kreis nicht auf großes Interesse zu stoßen. "Die Politik tritt auf der Stelle. Die Hand, die wir ihnen reichen, wird nicht genommen", klagt Kunz an. Dabei warte man lediglich auf ein Signal des Kreises, damit man endlich loslegen könne.Doch dafür müssten gewisse Grundvoraussetzungen geschaffen werden. "Da die Sprachkompetenz nicht ausreichend gegeben ist, brauchen die Leute schneller ihre Sprachkurse, damit sie dann wiederum schneller in die Betriebe gehen können", sagt Reinhard Heppe von der Bau-Innung Werra-Meißner. Zusätzlich muss jedoch auch festgestellt werden, ob die Migranten für das Bauhandwerk geeignet sind. Das könnte man dann unter anderem auch in einem sechswöchigen Basis-Kurs feststellen.

Ziel des Projekts: Eingliederung

Ziel dieses Projekt ist die berufliche Eingliederung in Ausbildung oder Arbeit, die durch Förderung der Teilnehmenden in handwerklichen Grundfertigkeiten im Hoch- und Tiefbau sowie in den Ausbauberufen erreicht werden soll. Gleichzeitig haben die Teilnehmenden die Möglichkeit die Betriebe direkt von ihren Stärken zu überzeugen und im Idealfall ihre Arbeit oder Ausbildung dort aufzunehmen.

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Der Vorteil: Das Bauhandwerk kommt durch dieses Projekt an dringend benötigte Fachkräfte. Gleichzeitig haben die Migranten die Möglichkeit, in Deutschland auch beruflich Fuß zu fassen.

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