Beim vierten MedienCamp produzierten Jugendliche wieder Songs, Film und Co.

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Das MedienCamp des Medienzentrums, des medienWERK und der Jugendförderung Werra-Meißner fand in der vergangenen Woche bereits zum vierten Mal statt.

Eschwege - Bereits zum vierten Mal fand in der vergangenen Woche das „Mediencamp WMK” statt. Dieses Mal konnten die Organisatoren vom Medienzentrum Werra-Meißner-Kreis, vom medienWERK und von der Jugendförderung Werra-Meißner 30 Teilnehmer in den Räumlichkeiten des E-Werks begrüßen. „Vor vier Jahren sind wir voller Euphorie in das Projekt gestartet und glauben immer noch an das Konzept des Camps. Auch, dass einige der Teilnehmer bereits zum vierten Mal dabei sind, spricht dafür, dass es Spaß macht”, sagt Armin Bahl von der Jugendförderung. Fast die Hälfte der Teilnehmer seien Wiederholungstäter, so die Organisatoren. Dadurch steige auch die Qualität der Inhalte. „Bei den Teilnehmern, die bereits öfter dabei waren, sieht man, wie viel Know-how mittlerweile da ist und auch die Bereitschaft, diese Workshops mitzunehmen”, so Drago Rajkovic, Produktions- und Projektleiter des medienWERKS.

Von Vorteil war auch wieder der angebotene Shuttle-Service. „Jugendliche aus dem ganzen Kreis haben schließlich teilgenommen”, sagt Dirk Rudolph vom Medienzentrum Eschwege. In diesem Jahr wurden mit Unterstützung des Staatlichen Schulamtes, des Vereins für Regionalentwicklung und der LPR Hessen vier Workshops unter Leitung von Medienpädagogen angeboten.

Hip-Hop-Songs

Mit einem Kernteam von vier Jugendlichen entstanden im Hip-Hop-Workshop drei Songs, alle selbst geschrieben und im Tonstudio aufgenommen. Drei verschiedene Themen, die in einzelnen Gruppen entstanden, wurden umgesetzt. „Einmal geht es darum, nicht aufzugeben. Dann um die Frage ‘Wer bin ich eigentlich?’. Im dritten Song kritisieren die Jugendlichen den Rap von heute und den Umgang damit”, informiert Rajkovic. Einer ist hier bereits zum vierten Mal mit dabei: Lazlo Rosenstein. Der 18-Jährige hört auch in seiner Freizeit Hip-Hop und ist daher begeistert vom Workshop. Mit dabei auch seine Schwester Lioba sowie die Geschwister Denisa und Anda Silivas. Sie haben auch schon beim halbjährigen Rap-Projekt teilgenommen und sind beim Open Flair aufgetreten.

Portraits und Natur

Viel draußen in der Natur unterwegs waren die Teilnehmer des Workshops „Fotografie und Bildbearbeitung”. Mit vom Camp zur Verfügung gestellten Spiegelreflexkameras wurde experimentiert und getestet. „Der große Praxisanteil war uns sehr wichtig. Nur so können die Jugendlichen die verschiedenen Belichtungsarten und Effekte einer Kamera kennen lernen”, so Workshopleiter Jannik Heino. Er ist vor allem von der guten Organisation begeistert. „Beim mittlerweile vierten Camp sind alle ein eingespieltes Team und sehr professionell”, sagt er.

Der eigene Controller

Viel Praxis gab es auch beim Controller-Workshop. Hier war vor allem technisches Tüfteln gefragt. Jeder Teilnehmer konnte sich einen eigenen Controller bauen. „Die Wahl der Bauteile war frei. Von Knöpfen und Schalter bis zum Kabel und Holz, die Kinder fertigten sich quasi ihr eigenens Cockpit”, sagt Workshopleiter Dirk Mempel. Einige technische Probleme blieben da natürlich nicht aus. Unterstützend helfen konnte da der 18-Jährige Marian aus Eschwege, der bereits zum vierten Mal dabei ist und seine Erfahrungen an die Jüngeren weitergeben kann. „Er war fast schon ein Co-Workshopleiter”, freute sich Mempel.

Realfilm „Humanophobie”

Kreativität war auch beim Workshop „Realfilm” gefragt. Eine eigene Handlung, ein eigenes Drehbuch und eigene Szenenwahl: Die Jugendlichen entschieden sich für das Horror-Genre. „Humanophobie” heißt ihr Film und handelt von Jugendlichen, die an einem dunklen Oktoberabend in eine alte, leerstehende Fabrik einbrechen. Doch dort sind sie nicht allein. Gedreht wurde komplett im E-Werk. „Es kommt drauf an, was man zeigt, oder eben nicht zeigt. Zeigt man pro Szene immer nur einzelne Details vom Raum, merken die Zuschauer meist nicht, dass der Film in nur einem Raum gedreht wurde”, sagt Workshopleiter Hannes Spicker. Beim Drehen komme es vor allem auch auf die Geräusche und Musik an. Dass der Film nur mit dem Dreh noch längst nicht fertig ist, konnten die Teilnehmer nun erfahren.

Die Ergebnisse

Die Ergebnisse der MedienCamps präsentierten die Jugendlichen am vergangenen Freitag in der Brüder-Grimm-Schule. Außerdem werden sie auf der Homepage des MedienCamps veröffentlicht.

Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein solches Angebot geben. „Schließlich haben wir dann ein Minijubiläum zu feiern”, so Armin Bahl, Drako Rajkovic und Dirk Rudolph.

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