Bella Italia in Dohrenbach: Theatergruppe präsentiert "Nix Amore am Lago Maggiore"

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Theatergruppe Dohrenbach präsentiert "Nix Amore am Lago Maggiore"
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Theatergruppe Dohrenbach präsentiert "Nix Amore am Lago Maggiore"
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Robert Kunz und Leonie Schau stehen bei "Nix Amore am Lago Maggiore“ das erste Mal auf der Theaterbühne. 
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Theatergruppe Dohrenbach präsentiert "Nix Amore am Lago Maggiore"
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Die Theatergruppe blickt auf eine lange Tradition zurück: (v.li.) Die Souffleusen Ursel Hartmann und Utta Grumbach, Regisseurin Kerstin Oppermann, Mitbegründer Horst Grumbach und Regisseur Ralf Schau.
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Theatergruppe Dohrenbach präsentiert "Nix Amore am Lago Maggiore"

Ein schwarzer Koffer mit dem katholischen Aufkleber – er spielt die „Hauptrolle”, wenn ab 5. April die Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Dohrenbach „Nix Amore am Lago Maggiore“ auf die Bühne im Haus des Gastes bringt. Die Vorbereitungen in Dohrenbach laufen derzeit auf vollen Touren.

Witzenhausen. Mal kurz beim Aussteigen aus dem Zug nicht aufgepasst und schon ist es passiert: Aus Unachtsamkeit hat man den falschen Koffer erwischt. Ärgerlicher und stressiger kann der Urlaub nicht beginnen. Diese Erfahrung macht auch Hilde. Zusammen mit ihrer Freundin Bärbel will sie am Lago Maggiore so richtig einen draufmachen. Der Urlaub verläuft für die beiden Freundinnen auch sehr turbulent, doch anders als sie es sich gedacht haben.

„Der schwarze Koffer mit dem katholischen Aufkleber – er ist das Hauptrequisit im Theaterstück ,Nix Amore am Lago Maggiore‘. Sobald er auf der Bühne steht, kann die Probe weitergehen”, erzählt Ralf Schau. Der 54-Jährige ist der Regisseur des neuen Theaterstücks „Nix Amore am Lago Maggiore“, das die Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Dohrenbachin diesem Jahr auf der Bühne im Haus des Gastes in Dohrenbach präsentiert.

Viele Opfer und Turbulenzen

Schon in den Proben wird klar: Das wird wieder ein Schauspiel, bei dem die Lachmuskeln mehr als strapaziert werden, denn der Stoff beinhaltet alles, was zu einem deftigen Laienschauspiel gehört. Und wie der Titel schon ankündigt, wird die ewige Suche nach „Amore“ so manches Opfer fordern und auch manche Sehnsucht nicht erfüllt werden.

Ausgesucht haben die Mitglieder der Theatergruppe das Stück gemeinsam im Oktober vergangenen Jahres. Ein passendes Stück zu finden sei oft nicht einfach, so Ralf Schau. Viele Faktoren müssten berücksichtigt werden: die Gruppengröße, das Verhältnis von Männern und Frauen und das Stück müsse einfach passen. Das sei bei „Nix Amore am Lago Maggiore“ 100 prozentig der Fall, sagt Schau und schmunzelt. Inzwischen liegen knapp sechs Monate Vorbereitung hinter den Laienschauspielern, Regisseuren und Bühnenbildern. „In den ersten drei Monaten liest jeder seinen Text, seit Anfang des Jahres stehen wir auf der Bühne und proben gemeinsam”, berichtet Schaus Tochter Leonie, die die Dumpfbacke Chantal spielt.

Theater im Blut

Bei Familie Schau liegt das Theaterspielen im Blut. Wenn die Proben laufen stehen und sitzen drei Generationen auf oder neben der Bühne. Leonies Opa Horst Grumbach hat vor rund 50 Jahren die Theatergruppe mitgegründet (siehe Extra-Info). Auch wenn er heute aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst auf der Bühne steht, verfolgt der 74-Jährige mit Argus-Augen, wie seine Tochter Kerstin Schau und Enkelin Leonie sich auf der Bühne schlagen. Sollte es beim Text mal hängen, hilft Utta Grumbach als Souffleuse ihrer Tochter Kerstin und Enkelin Leonie weiter.

„Ich bin durch meine Frau Kerstin in die Theatergruppe ,reingerutscht‘”, erinnert sich Ralf Schau. Seit über zehn Jahren führt der 54-Jährige Regie und sorgt für die passende Kulisse. Angefangen habe es damit, dass er seine Frau zu den Proben der Theatergruppe begleitet habe und schon bald Technikassistent und später Regieassistent wurde. Tochter Leonie wurde bereits als Kind mit dem Theatervirus infiziert. „Als Kind haben mein Bruder Fabian und ich während der Proben hier im Saal gespielt”, erzählt die 22-Jährige. Später übte Leonie mit Mutter Kerstin ihre Texte ein oder übernahm die Rolle der Souffleuse. „Sie ist genauso wie ich mit dem Theaterspielen aufgewachsen”, sagt Mutter Kerstin Schau, die mit dem aktuellen Theaterstück zum ersten Mal mit ihrer Tochter Leonie gemeinsam auf der Bühne steht. „Hier darf sie mich auch richtig anzicken.”

Robert Kunz und Leonie Schau stehen bei "Nix Amore am Lago Maggiore“ das erste Mal auf der Theaterbühne. 

Wie Leonie geht es auch Robert Kunz, der Chantals Freund, den Mafiaboss und Drogendealer Richie spielt. Denn auch in seiner Familie hat Theaterspielen Tradition. Bei „Nix Amore am Lago Maggiore“ steht er gemeinsam mit Schwester Catrin Neusüß, Schwager Torsten Neusüß und Vater Lothar Kunz auf der Bühne. „Solange ich mich erinnern kann, sind wir dabei, wenn in Dohrenbach das neue Theaterstück aufgeführt wird”, sagt der 37-Jährige.

„Feuerwehrmann” Steffen

Am kommenden Sonntag zur Generalprobe muss der Text sitzen, das ist nicht nur den „Schauspielneulingen” Leonie Schau und Robert Kunz klar. „Das werden wohl noch ein paar lange Abende”, weiß Steffen Köhler. Während seine Kollegen nämlich schon seit Monaten proben, hatte er vergangene Woche das Textbuch zum ersten Mal in der Hand. Nachdem die Rolle des Polizisten, der Mafiaboss und Drogendealer Richie dingfest machen soll, kurzfristig neu besetzt werden musste, ist Köhler spontan eingesprungen. „Wir sind froh, dass Steffen so kurz vor der Aufführung die Rolle übernommen hat”, sagt Regisseur Schau erleichtert.

„Plan B wäre gewesen, dass Kerstin Oppermann, die mit mir gemeinsam Regie führt, die Rolle übernimmt. Wir hätten sie entsprechend geschminkt, denn ein weiblicher Polizist hätte nicht ins Stück gepasst.” Warum? Das erfahren die Zuschauer ab 5. April, wenn es im Dohrenbach heißt: „Nix Amore am Lago Maggiore“.

Extra-Info:

Die Theatergruppe 

Die Theatergruppe ist eine Sparte der Freiwilligen Feuerwehr Dohrenbach. Sie wurde in den 70er Jahren gegründet. Einer der Gründer war Horst Grumbach. „Damals war es üblich, dass die Feuerwehr für die Urlaubsgäste am Osterwochenende einen Einakter aufführt”, erinnert sich Grumbach an die Anfänge der Theatergruppe. Die Tradition ist geblieben. Inzwischen bringt die Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Dohrenbach jedes Frühjahr ein Theaterstück auf die Bühne. Die Bandbreite der Stücke reicht von Komödien bis Krimis. Grumbachs Favoriten in seiner langjährigen aktiven Zeit waren „Gute Besserung“ und „Natur pur“.

Die Theatergruppe blickt auf eine lange Tradition zurück: (v.li.) Die Souffleusen Ursel Hartmann und Utta Grumbach, Regisseurin Kerstin Oppermann, Mitbegründer Horst Grumbach und Regisseur Ralf Schau.

Das Stück

Die Freundinnen Bärbel (gespielt von Catrin Neusüß) und Hilde (Petra Osterhorn) wollen in ihrem Urlaub so richtig „einen drauf machen”. Sie haben sich dazu das kleine Familienhotel „Amore mio” ausgesucht, das von der geschäftstüchtigen Teresa (Katja Pietsch) und ihrem gut aussehenden Sohn Angelo (Torsten Neusüß) betrieben wird. Dieser ist sich seiner Wirkung auf die Damen sehr wohl bewusst. Da aber Hilde aus Versehen im Zug einen falschen Koffer mitgenommen hat, verläuft der Urlaub sehr turbulent und ganz anders, als sie sich haben träumen lassen. Denn was dann passiert, übertrifft die kühnsten Erwartungen. Denn im gleichen Hotel haben sich auch Renate (Kerstin Schau) und ihr Mann Hans-Jochen (Thomas Markert) zusammen mit ihrem schlitzohrigen Opa Oskar (Lothar Kunz) einquartiert. Ebenso so wie Mafioso und Drogendealer Ritchie (Robert Kunz), der seine kaugummikauende Dumpfbacke Chantal (Leonie Schau) im Schlepptau hat. Richie hat aber nur eines im Sinn: Er will seinen Koffer wieder, denn darin soll sich einiges verbergen, was nicht ganz sauber war. Das weiß auch Polizist Thomas (Steffen Köhler), der ganz inkognito gen Süden angereist ist, um irgendwann mal Ritchie dingfest zu machen.

Das Stück wird am Freitag, 5. und 12. April, am Samstag, 6. und 13 April, jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 7. und 14. April, jeweils um 19 Uhr im Haus des Gastes in Dohrenbach aufgeführt. Für alle Vorstellungen gibt es Karten bei Familie Grumbach, Tel. 05542 - 8179.

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