Berliner Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen zu Besuch in Eschwege

Auf Einladung von Staatssekretär Michael Roth kam der Berliner Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen nach Eschwege.

Eschwege - Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins auf Null gesetzt. Das soll die Wirtschaft stimulieren und die Preise stabilisieren. Für Länder und Kommunen, aber auch Unternehmen in Deutschland bringt das durchaus Vorteile. Denn niedrige Zinsen ermöglichen mehr Investitionen. Doch welche Auswirkungen hat die aktuelle Niedrigzinsphase für den Kleinsparer? Was ist unser Geld am Ende noch wert? Zu diesen Fragen hatte der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Roth als Fachmann den Berliner Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen nach Eschwege eingeladen. Komplettiert wurde das Podium durch Landrat Stefan Reuß sowie den Eschweger Unternehmer Markus Claus. In seinem Vortrag erklärte Kollatz-Ahnen, dass es neben den Vorteilen für die Kommunen auch Risiken gäbe. So sei es wichtig, klug zu investieren und Ausgaben in den reinen Konsum zu meiden. Diese würden meistens zu Folgekosten führen, die für die Kommunen später zur Belastung werden könnten.

Saßen zusammen im Podium: (v.li.) Unternehmer Markus Claus, Staatsminister Michael Roth, der Berliner Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen und Landrat Stefan Reuß.

Auch Landrat Reuß unterstützte diese Aussage. Kredite seien derzeit so günstig wie nie für den Kreis. Der Kreis investiere in langfristig sinnvolle Projekte, vor allem in den Ausbau und die Sanierung der Schulen oder Kreisstraßen. Mit ihren Ansprechpartnern vor Ort und dem weiterhin gut ausgebauten Filialnetz punkteten laut Reuß auch die heimischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken, ganz im Gegensatz zu den eher international agierenden Privatbanken. Doch auch die großen sozialdemokratischen Themen wurden von den Teilnehmern des Podiums, aber auch vom Publikum angesprochen. So war auch die Eingliederung von Freiberuflern und Selbstständigen in das Rentensystem Thema der Diskussion.

Auch die Strukturpolitik stand im Fokus: So regte Markus Claus an, den ländlichen Raum für Hochschulen und staatliche Einrichtungen noch attraktiver zu machen. Günstiger Wohnraum sowie eine solide Infrastruktur wären zum Beispiel im Werra-Meißner-Kreis gegeben. „Auch wenn die Zeiten für den Sparer derzeit nicht sonderlich rosig sind, gibt es doch gute Möglichkeiten, sinnvoll in feste Werte zu investieren, beispielsweise in Wohneigentum“, fasste Gastgeber Michael Roth die knapp zweistündige Veranstaltung zusammen. „Regional handeln und investieren zahlt sich aus: In Arbeitsplätzen und einem guten Wohnumfeld.“

Rubriklistenbild: © Privat

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