Bildergalerie: Erster Bio-Feierabendmarkt in Witzenhausen

Bio-Feierabendmarkt Witzenhausen
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Bio-Feierabendmarkt Witzenhausen

Fast ein Drittel der Befragten können sich einen solchen Markt alle zwei Wochen vorstellen. Auch die Marktbeschicker sind vom Konzept begeistert.

Witzenhausen. Der erste Witzenhäuser Biofeierabendmarkt war gut besucht. Überall sah man entspannte Gesichter, die Menschen nutzten die Zeit, sich über die Produkte der vielfältigen Anbieter zu informieren, und die Sitzgelegenheiten der Marktbeschicker ließen es zu, zu den Klängen von Gitarrenduo und Harfe zu verweilen, und dazu ein Feierabendbier oder Smoothie zu trinken. Und das Ergebnis des Praxistests kann sich sehen lassen: die 85 Besucher und 18 Marktbeschicker, die einen Fragebogen zum Biofeierabendmarkt abgegeben haben, können sich eine solche Veranstaltung alle noch einmal vorstellen. Auch die Besucher, die nicht an der Umfrage teilnahmen, dürften das vermutlich genauso sehen: Die Kinder erfreuten sich am Schaukäsen von Frank Nürnberger aus der Kommune Niederkaufungen und den Hühnern von Dorn und Schmidt, die sonst am Ortsausgang von Unterrieden ein hühnergerechtes Leben in großen Freilandanlagen führen. Große Aufregung war gegeben, als eines der Hühner ausbüchste und alle Kinder es fortan über den Marktplatz tragen wollten.

Besonderer Markt für Bioprodukte

Sabine Marten, Koordinatorin der Ökomodellbauregion hatte die Idee, einen besonderen Markt für Bioprodukte in Witzenhausen schon länger im Blick. In den Vernetzungsveranstaltungen des Prozesses „Ökolandbau sichtbar machen“, den der Verein für Bau- und Wohnkultur bereits im vergangenen Jahr angestoßen hatte, stieß ihre Idee auf positive Ressonanz. Mit viel Liebe zum Detail und großer Vorbereitungszeit hatte das Team aus Anne Schmitz, Veronika Kühnapfel, Sabine Knappe und Sabine Marten dann den ersten Biofeierabendmarkt geplant. „Wir haben einige der Marktbetreiber vom Freitag angesprochen, zusätzlich habe ich noch einige der Kontakte eingeladen, die sich über die Arbeit im Ökomodellbauprojekt ergeben hat. Und dann haben wir noch gezielt nach Anbietern für Produkte gesucht, die wir unbedingt auf dem Markt haben wollten, wie Honig.“, so Marten.

Kerstin Dehning-Perc und Harald Perc von der Gärtnerei Montag sind auch auf dem Freitagsmarkt vertreten. Sie beschicken verschiedene Wochenmärkte in der Gegend unter der Woche. Ein Abendtermin zusätzlich bringt Mehraufwand: „Bis wir alles ausgepackt haben, wird es spät und morgens müssen wir schon wieder um fünf Uhr raus“. Dennoch begrüßt er den Biofeierabendmarkt. „Die Stimmung ist nochmal ganz anders als am Morgen, wir fühlen uns hier sehr wohl, und es entstehen auch neue Kontakte“, fügt er hinzu. „Es ist für die Ökomodellregion sehr vorteilhaft, solche Öffentlichkeitsaktionen zu veranstalten. Im Nachgang wurde ich von verschiedenen Leuten auf noch andere regionale Anbauer und Vertreiber aufmerksam gemacht, die mir vorher nicht bekannt waren. Das ist gut für weitere Märkte, aber auch generell für die Vernetzungsidee hinter dem Projekt „Ökomodellregion“”, so Marten. Dass es in der Region noch Potenzial nach oben für Unternehmensneugründungen im Biobereich gibt, wurde auf dem Markt auch schnell klar. So kamen die beiden Käseanbieter aus Niederkaufungen und dem niedersächsischen Lutterhausen. „In der näheren Umgebung haben wir leider niemanden gefunden“, meint Marten.

Fast ein Drittel der Befragten für einen Markt alle zwei Wochen

Die Organisatorinnen jedenfalls sind sehr zufrieden mit der ersten Auflage eines Marktes , „der aus der Reihe tanzt“. Die zurückgegebenen Umfragebögen werden im August im Detail ausgewertet, die Ergebnisse von Beschickern und Besuchern dann konkreter kommunziert, sowie weitere Planungen basierend darauf, erstellt. Schon jetzt zeichnet sich ein Bild davon ab, wie oft dieses Angebot auf dem Marktplatz stattfinden sollte: 12 von 18 Marktbeschickern können sich einen Abendmarkt einmal monatlich vorstellen, 41 von 85 Besuchern sehen das ebenso, 24 der Befragten können sich sogar einen Markt alle zwei Wochen vorstellen. Der Dienstag als ausgewählter Wochentag ist für 67 Prozent der Anbieter geeignet, der Wochenmarkt am Freitagvormittag bleibt unberührt.

Feedback, sowie Anregungen den Feierabendmarkt betreffend, können jederzeit an den Verein für Bau- und Wohnkultur oder die Koordinatorin der Ökomodellregion übermittelt werden, Sabine Marten, Tel. 05542–981586, marten.modellregion@uni-kassel.de

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