Blanka Pudler ist im Alter von 88 Jahren verstorben

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Blanka Puder verstarb im Alter von 88 Jahren.

Blanka Pudler, die in Hirschhagen zur Zeit des dritten Reiches zur Zwangsarbeit eingesetzt wurde, ist verstorben 

Hessisch Lichtenau. Die Zeitzeugin Blanka Pudler, die zur Zeit des dritten Reiches in Hirschhagen zur Zwangsarbeit verpflichtet wurde, ist verstorben. Dazu gab die Stadtverwaltung von Hessisch Lichtenau nun folgenden Nachruf heraus: 

Die Stadt Hessisch Lichtenau trauert um Blanka Pudler, Zeitzeugin des Holocaust, die im Alter von 88 Jahren in Budapest verstorben ist.

Blanka Pudler war ein beeindruckender Mensch, der in seiner Jugend viel Schlimmes erlebt und trotz allem die Kraft aufgebracht hat, den Dialog mit nachfolgenden Generationen zu suchen, um über das Erlebte zu sprechen. Als junges Mädchen wurde sie aufgrund ihres Glaubens verfolgt, in ein Konzentrationslager deportiert und dazu gezwungen, im Munitionswerk Hirschhagen Waffen und Munition herzustellen. Wie durch ein Wunder, hat sie das Martyrium überlebt und es sich im Laufe ihres Lebens zur Aufgabe gemacht, junge Menschen mit der Vergangenheit zu konfrontieren, um so zu verhindern, dass die Gräueltaten der damaligen Zeit in Vergessenheit geraten.

Durch ihre vielen Besuche, verbunden mit intensiven Gesprächen, hat Blanka Pudler in der Geschichte Hessisch Lichtenaus unvergessliche, mehr noch bleibende Spuren hinterlassen. Ihr Name ist mit der Aufklärungsarbeit hinsichtlich der eigenen städtischen Vergangenheit untrennbar verbunden. Sie wird unvergessen bleiben.

Für ihr Lebenswerk wurde ihr in 2012 das Bundesverdienstkreuz verliehen.

An den Trauerfeierlichkeiten in Budapest haben Dr. Dieter Vaupel, das Ehepaar Dietlinde und Jürgen Jessen sowie der Bürgermeister von Hessisch Lichtenau, Michael Heußner, teilgenommen.

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