CDU blickte zufrieden auf 2014 zurück

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Die Bürgermeisterwahl in Eschwege und das erste schwarz-grüne Jahr auf Landesebene waren die bestimmenden Themen beim Neujahrsempfang der CDU.

Eschwege. Rund 130 Gäste begrüßten Kreisverbandsvorsitzender Frank Hix und Stadtverbandsvorsitzende Angelika Knapp-Lohkemper beim Neujahrsempfang der CDU Werra-Meißner und  Eschwege am vergangenen Sonntag im Alten Casino in Eschwege. "2015 gibt es viel zu tun – aber wir sind eine starke Mannschaft, und wenn wir zusammenstehen, schaffen wir das", blickte Hix optimistisch nach vorne.

Als Ehrengast stattete  Patrick Burghardt,  stellvertretender Vorsitzender der CDU Hessen und Oberbürgermeister von Rüsselsheim,  den Freunden "im hohen Norden" einen Besuch ab. Er attestierte der Region eine beachtliche Entwicklung  – "von der Randlage Deutschlands zum Mittelpunkt Europas." Aber nicht nur deshalb sei er hier immer wieder gerne zu Gast: "Es gibt Freunde und Parteifreunde – in Eschwege habe ich Freunde."

Bestimmende Themen waren die Bürgermeisterwahl in Eschwege und das erste schwarz-grüne Jahr im  Landtag. Dabei sparten die CDU-Landtagsabgeordneten Lena Arnoldt und Dirk Landau nicht mit Lob für den Koalitionspartner: "Die hessischen Grünen sind hochpragmatisch", sagte Landau, "vor allem in der Verkehrspolitik." Das unterscheide sie vom ehemaligen Koalitionspartner, dem Landau Populismus vorwarf. "Wir trauern der FDP nicht allzu sehr nach."

Heppe warb um Zusammenarbeit beim Werratalsee

Auch Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe outete sich als "Fan des schwarz-grünen Modells". Die Koalition habe seit Jahrzehnten offene Gräben zugeschüttet: "2014 stand unter dem Motto ‚Pragmatismus schlägt Ideologie‘ – so muss es weitergehen." Heppe ging in seiner Rede vor allem auf die Themen Stadtentwicklung und Werratalsee ein. "Der See sei kein Thema, über das man sich entzweien, sondern bei dem man über Parteien und Kommunen hinweg zusammenarbeiten sollte. "Ich biete eine solche Zusammenarbeit jedem an, der es ernst meint", sagte Heppe. Den von der SPD erhobenen Vorwurf der Untätigkeit wies er zurück. "Wahlkampf hin oder her: Das ist kein fairer und offener Umgang miteinander." Zudem warb Heppe dafür, bei der Stadtentwicklung den Dialog mit den Bürgern zu suchen. "Eschwege soll eine Mitmach-Stadt werden."

"Rückenwind aus Berlin" brachte der CDU-Bundestagsabgeordete Helmut Heiderich mit. Er hob die Bedeutung der Schwarzen Null im Bundeshaushalt hervor: "Wir dürfen unser Leben nicht länger damit finanzieren, dass wir unseren Kindern in die Tasche greifen."

Heiderich, Arnoldt und Landau betonten die Leistungen von Bund und Land für die Kommunen – von der Übernahme der Kosten für  Grundsicherung und Unterkunft bei Hartz-IV-Empfängern über  Investitionen in Kitas und Schulen bis zur Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleichs.

Flüchtlinge willkommen heißen

Darüber hinaus griffen die Christdemokraten die  Diskussionen um die Aufnahme von Flüchtlingen auf. "Die Menschen kommen nicht zu uns, weil wir so ein tolles Sozialsystem haben", sagte Arnoldt, "sondern weil sie Angst um Leib und Leben haben." Und Burghardt ergänzte mit Blick auf Pegida: "Die Dumpfbacken, die vorneweg marschieren, werden wir mit Argumenten nicht überzeugen, aber diejenigen, die hinterherlaufen, muss die Politik aufklären und abholen."

Nebden den Mandatsträgern waren auch die Vereinigungen der Partei stark vertreten: Anita Krüger für die Senioren-Union, Heike Meyer für die Frauenunion, Hartmut John für die CDA und Dennis Moneke für die Junge Union. Darüber hinaus waren  Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard und die Vorsitzende der dortigen CDU-Fraktion, Ilse von Scharfenberg, der Landrat des Eichsfeldkreises, Werner Henning, der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands Mühlhausen, Tobias Kühler,  Grünen-Landtagsabgeordnete Sigrid Erfurth, Eschweges FWG-Fraktionschef Andreas Hölzl mit Ehefrau Patricia sowie  Stadtbrandinspektor Lothar John und der Vorsitzende des TSV Eschwege, Markus Claus, unter den Gästen.

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