Borkenkäferplage weitet sich in Nordhessen aus

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"Die Fichte stirbt großflächig ab." Abgeholzte Flächen sind im Wald derzeit keine Seltenheit.

Das vergangene Jahr machte der Forstwirtschaft zu schaffen - 2019 macht es noch schlimmer

Die Region. Die Trockenheit sorgt vor allem bei einem für ein Nahrungsüberangebot, dem Borkenkäfer. „Der Borkenkäfer hat sich 2018 und 2019 in einem bisher in Mitteleuropa ungekannten Maß vermehrt. Es wird seitens Hessenforst und der Waldbesitzer alles nur Mögliche getan, die missliche Lage einzudämmen. Wie erfolgreich wir damit sind, wird sich erst im Herbst zeigen. In vielen Bereichen sieht es gut aus, in anderen stirbt die Fichte leider großflächig ab“, erklärt Matthias Dumm Forstamtsleiter Hessisch Lichtenau von Hessenforst.

Anfang des Jahres wurden bereits großflächig Bäume gefällt, die vom Borkenkäfer befallen waren (lokalo24.de). Viele Fichten wurden durch den trockenen Sommer und Winter so geschwächt, dass sie sich nicht mehr gegen die Käfer wehren konnten.

In der Folge starben auch viele Bäume einfach ab. Bereits zum Jahresbeginn erklärte Dumm, dass die Schäden in den Nutzwäldern sich noch in den kommenden Jahrzehnten bemerkbar machen werden, da viel Holz, das erst in der Zukunft geerntet werden sollte, jetzt schon abgebaut wurde. Zeitweise fehlten sogar Lastwagen, um das Holz abzutransportieren. Langfristig werde man „auf Baumarten setzen, die die Trockenheit besser vertragen als Fichte und Buche: vor allem Eiche, Tanne und Douglasie.“

Doch bis diese das Waldbild ändern und gefällt werden können, wird es noch Jahrzehnte dauern. Wie groß die Schäden durch die erneute Trockenheit sind, könne man laut Dumm nicht genau sagen: „Auf jeden Fall gravierend, im Gesamtumfang aber noch nicht abzuschätzen.“

Lesen Sie hierzu auch: Folgen der Dürre für die Landwirtschaft

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